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Neueinweihung von St. Salvator - Rückblick auf die Renovierung

 

Ich steh' an deiner Krippen hier

St. Salvator wurde nicht nur renoviert, sondern kann auch stolz auf eine neue Krippe sein. KV-Mitglied Gerd Tilch hat in Handarbeit seit August 2010 einen einmaligen Stall gebaut. Für die Anschaffung der Krippenfiguren sprach er Freunde und Gemeindeglieder von Salvator an, die dann jeweils eine Figur finanzierten. So sind nun alle stolz auf wunderbare Figuren. Sie sind handgeschnitzt, pastellfarben bemalt, 29 cm hoch und kommen aus der Holzschnitzerei Gstöttner in Bodenmais im Bayrischen Wald.
Immer donnerstags in der Adventszeit, um 14.30 Uhr, heißt es in St. Salvator:" Wir verweilen an der Krippe". Dazu sind alle, die Lust an Weihnachtsliedern und Geschichten haben, eingeladen.   (Christa Weinzierl, Text und Fotos)

   

 Gesamtansicht der Krippe von Gerd Tilch

Liebe zum Detail: die Hirten auf sattem Grün - ob's in Bethlehem auch so war?


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Sie hat die Renovierung tatkräftig vorangetrieben: Christa Weinzierl im spätgotischen Chor Altar mit den von ihr geputzten Kerzenständern und neuem, vom Dekan gestifteten Lektionar; hinten: frühbarockes Kruzifix aus dem 17. Jh.
   
Jesus aus dem Schutt der am 27. April 1944 zerstörten Kirche Auch von Frau Weinzierl gewienert: die Taube des Hl. Geistes an der Kanzel (Fotos: Bergler)

 

Aus der PRESSE zitiert:

Salvatorkirche in neuem Glanz

Feierlicher Einzug zu Beginn des neuen Kirchenjahrs

Schweinfurt. Verschlossen waren die Kirchentüren der St. Salvatorkirche am Sonntag. [...] Vom Pfarrhaus näherte sich der lange Zug mit Dekan Oliver Bruckmann und Pfarrerin Tais Strelow und den Mitgliedern des Kirchenvorstands. Auch sie standen vor verschlossener Tür. Nach dreimaligem Pochen ans Kirchenportal öffnete sich die Tür. Auf diese Weise nahm die St. Salvatorgemeinde am ersten Adventsonntag, dem Beginn des neuen Kirchenjahrs, Besitz von ihrem Gotteshaus, das in den zurückliegenden Wochen und Monaten renoviert worden ist.

Dekan Bruckmann ging mit der Osterkerze voraus, gefolgt von Pfarrerin Strelow mit der Heiligen Schrift und schließlich dem Kirchenvorstand mit Altarkerzen sowie dem Tauf- und Abendmahlsgeschirr. Mit dem feierlichen Einzug fand die gottesdienstlose Ära in St. Salvator ein Ende.

Statt der bisher grauen Wandfarbe gibt jetzt angenehmes Lichtgelb dem Kirchenraum einen festlichen, lichtvollen Charakter. Seit Juli war die Salvatorkirche im Innern eingerüstet, um saniert zu werden. Nicht nur das Innere des Kirchenschiffs war an der Reihe, sondern auch die Glocken und schließlich die Turmuhr, die jetzt wieder die Zeit anzeigt.

Dass die kleinste Schweinfurter Kirchengemeinde mit der Sanierung ein großes Wagnis auf sich genommen habe, brachte Dekan Oliver Bruckmann zum Ausdruck und lobte die Gemeindeglieder, eine "kleine, aber feine Gemeinde" zu sein. Die Denkwürdigkeit des Tages sollte mit der Zeremonie sinnfälligen Ausdruck finden, wie auch die Freude, die Salvatorkirche wieder für gottesdienstliche Feiern zur Verfügung zu haben. [...]

An die im Krieg zerstörte Salvatorkirche erinnere der silberne Christuskorpus, wie Bruckmann feststellte. Ein Vorgänger von ihm, Dekan Karl Rohrbacher, habe den Korpus 1944 aus den Trümmern der Kirche geborgen. Nach Jahrzehnten auf dem Dachboden habe man ihn wiederentdeckt und ihm den Ehrenplatz in unmittelbarer Nachbarschaft zum Taufbrunnen zugedacht. Die Schweinfurter Künstlerin Elke Kompe hat den Korpus mit schwarzem Moorholz aus der Elbe gefasst, der als sinnfälliger Blickfang sowohl an die bruchstückhafte menschliche Existenz erinnert und daran, dass Christus als Retter und Erlöser (= Salvator) trägt.

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes oblag dem Gemeinschaftskirchenchor von Gut Deutschhof und St. Salvator.

(aus: Schweinfurter Tagblatt vom 29.11.2010, S. 28; Bericht: Claus-Peter Gras)

   
Einzug in die leere Kirche; vor dem Dekan: Kreuzträgerin Christa Weinzierl, hinter ihm: St. Salvator-Pfarrerin Dr. Tais Strelow   Blick von der Empore auf den freigelegten Bogen vor dem Chorraum 
   
                 Dekan Oliver Bruckmann spendet den Segen  (Fotos: L. Medwedew)

 

HINWEIS auf einen besonderen Höhepunkt in der Adventszeit: St. Salvator erhält eine wunderschöne  Weihnachtskrippe! Den Stall und die Landschaft hat  Kirchenvorstandsmitglied Gerd Tilch in mühevoller Handarbeit angefertigt. Ihm, seiner Frau und vielen Spendern sind auch die wertvollen Figuren zu verdanken. Beim adventlichen Konzert am Sa., 4. Dez. 2010, um 17.00 Uhr ist sie erstmals zu bewundern.
Der Kindergarten lädt an den Donnerstagen 09. und 16.12. um 14.30-15.00 Uhr ein zu: „Wir verweilen an der Krippe“. Eingeladen sind Kinder und Erwachsene zum Geschichten-Hören und Singen.   (Christa Weinzierl)

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Streiflichter der Sanierung vom Ende zum Anfang

Juli - November 2010

28. Oktober: Das Warten hat sich gelohnt. Heute wurde das Gerüst entfernt, das bis jetzt den Blick auf den Altarbogen und den Altarraum verstellte. Trotz Staub und Dreck auf den Bänken bekommt man einen wunderbaren Eindruck, wie schön unsere Kirche geworden ist. Der Chorbogen gibt dem Altarraum erst seine Tiefe und Schönheit!
Ein Werk, das anfangs nicht geplant war, aber nun nicht mehr aus der Kirche weg zu denken ist. Schön, dass wir jetzt noch bis 1. Advent Zeit haben für Kleinigkeiten und zum Putzen!

   

20. Oktober: Der entscheidende Teil der Innenrenovierung ist fast fertig. Vielleicht fällt Ihnen die Veränderung unseres Altarraumes auf. In künstlerischer Arbeit ziert ihn ein Altarbogen, wie er in der früheren Kirche war. Dadurch, auch durch den zarten gelben Farbton der Wände bekommt unsere Kirche ein warmes, schönes Aussehen.
Der Fußboden vor den ersten Bankreihen ist verlegt, so dass nächste Woche der gesamte Boden abgeschliffen werden kann. Dann müssen noch die Fenster gereinigt und schadhafte Stellen ausgebessert und die Kirchturmuhr zum Laufen gebracht werden.
Damit wir in Ruhe das angefangene Werk zu Ende bringen können, haben wir daher den Einweihungsgottesdienst der Salvatorkirche auf den 1. Advent, 28. November verlegt.
Ebenso verlegt wurde der Benefizabend von Hans Driesel, er wird im nächsten Jahr statt finden.   (Fotos u. Text: Christa Weinzierl)

   

12. Okt. 2010. Heute will ich wieder einmal einen Zwischenstand der Innensanierung geben. Der Backsteinboden vor den ersten Bankreihen ist entfernt, doch die Bestellung der Sollnhofener Platten verzögert z. Zt. die weiteren Arbeiten. Aber dafür hat unser Turm neue Fenster bekommen. Das Holz der alten war völlig  morsch. Sie leuchten direkt gegen den blauen Herbsthimmel.
Nachdem die Kirchengemeinde leider die Kosten für die Reinigung der Messing- und Silberleuchter (an Wänden und auf dem Altar) von 8.000.- nicht aufbringen kann, haben ein paar Kirchenvorsteher die Arme hochgekrempelt und die Reinigung der völlig schwarzen Leuchter selbst übernommen. Mühselig – aber äußerst lohnend.
Hoffentlich kann ich Ihnen demnächst weitere Schritte, die auf ein Ende der Sanierung hinweisen, mitteilen. Ihre Christa Weinzierl

   
   

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Donnerstag, der 9. September:
Ich freue mich: Beide Türen der Kirche stehen offen, Radiomusik klingt dezent an mein Ohr, und zwei Verputzer sind am Werk. Die noch am Montag sichtbaren Elektrowiderstandsleitungen sind alle unter Putz verschwunden.
"Schön, dass ihr so fleißig seid", lobe ich die beiden und fotografiere sie.
Und bei meinem Rundgang entdecke ich zufällig, dass ja die Turmfenster, die erneuert werden müssen, entfernt sind und die Öffnungen provisorisch abgedeckt sind. Auch hier geht's voran.
Mein Gang nach Salvator hat sich heute gelohnt. Überzeugen Sie sich selbst, indem Sie die Bilder betrachten!

   

 

   

Montag, der 6. September: Ich sehe, wie schön der gewonnene Platz zwischen Bänken und Altarraum wirkt. Und mir fallen gleich die verschiedenen Nutzungen ein: bei Konzerten kann hier das E-piano viel besser wirken. Alle Familienmitglieder  können nun bei der Taufe um den Taufstein stehen. Der Kindergarten hat Platz zu Spiel und Tanz, der Christbaum wird nicht so an die Wand gedrückt usw.
Ja und was machen die feuchten Wände? Sie trocknen erstmals aus, und das Mauerwerk wird durchzogen von Kabelspiralen wie bei einer Fußbodenheizung, die sog. Elektrowiderstandsleitungen für die Wandtrocknung. Die Wände sind alle abgebürstet (s. u. links).
Und an der Nordwand sehe ich für die geplante neue Lautsprecheranlage bereits das bis zur Empore verlegte Leerrohr.
Ich freue mich über die Fortschritte und möchte Sie darüber informieren.
Leider, und das war mein erster Blick, als wir von der Urlaubsreise kommend über die Mainbrücke fuhren, steht die Uhr immer noch!
Aber gut Ding will Weile haben! Ich halte Sie auf dem Laufenden!

Samstag, der 4. September: Mein erster Weg gilt der Salvatorkirche. Ich bin neugierig, was sich in den 14 Tagen unseres Urlaubs in ihr getan hat. Ich treffe auf den Schreiner. Er ist gerade dabei, vorne rechts und links die jeweils 1. Bank zu entfernen. Der Kirchenvorstand hatte dies in seiner letzten Sitzung beschlossen, um mehr Platz um den Taufstein und vor dem Altarraum zu gewinnen. Das Holzpodest, auf dem die Bänke stehen, muss noch gekürzt werden. Die Spannung steigt. Ob sich wohl darunter auch die Platten des Fußbodenbelages befinden? Ich warte ab und sehe, das was ich vermutet habe: Darunter befindet sich ein aus Backstein gemauerter Boden (s. u. rechts).

Text und Bilder, die für sich selber sprechen: Christa Weinzierl

   

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Die Innensanierung hat begonnen

Am 26. Juli 2010 wurde unsere Kirche für Gottesdienste geschlossen, um mit der ersehnten Innensanierung zu beginnen. Die erste Arbeit war, die Orgel durch einen Orgelbauer teilweise abzubauen und gegen Staub und Schmutz zu verpacken. Ein Team von freiwilligen Handlangern half mit, um so die Kosten durch Eigenleistung zu senken. Die großen Orgelpfeifen von 2.80 m Länge bereiteten uns zuerst Kopfzerbrechen, denn sie mussten gestellt aufbewahrt werden – ja, wo gibt es so hohe Räume? Der Turm war der einzige Ort, der sich dafür anbot. Die Steinmeyer-Orgel, 1951 eingebaut, ist in einem guten Zustand; allerdings sind die Elektroleitungen bereits 59 Jahre alt.  Deshalb müssen wir in den nächsten Jahren auch hier an eine gründliche Generalsanierung denken.
„Passen Sie gut auf mein Mädchen auf“, hatte mir unsere Organistin, Frau Petra Hurth, am Tag vorher noch aufgetragen. Ja, Prospekt und Spieltisch sind mit einem Vlies abgedeckt.

   


Die nächste Arbeit war, alle Seitenleuchter von den Wänden zu entfernen, die Altarleuchter, die Taufschale, Taufdeckel und die Taube (alle drei von dem Münchner Bildhauer Helmut Ammann). Dabei sahen wir erst, dass alles einer gründlichen fachmännischen Reinigung bedarf. Vorsichtig nahmen wir unsere wertvollen Bilder aus dem Altarraum ab, und durch einen Fachmann wurde das Kruzifix, aus der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg, aus der Verankerung genommen. Der eingebaute Sakristeischrank sowie der Schrank neben der Kanzel zeigten uns deutlich, wie wichtig die Sanierung ist: Durch die hochsteigende Feuchtigkeit und Nässe waren die Schrank-, Rück- und Seitenwände völlig unbrauchbar, morsch und schimmelig geworden.
Der erste Bauabschnitt hat begonnen: Die nassen Wände sind bis auf den Stein abgeschlagen, und am Freitag, 13. August, wurde der Kirchenraum völlig eingerüstet. Seit dem 17. August betritt man die Kirche wie durch einen Schleier. Feiner weißer Sandstaub liegt in der Luft und auf den abgedeckten Bänken. Hoch oben auf dem Gerüst stehen drei weiß gekleidete Männer mit Masken vor dem Gesicht und bürsten den gesamten Putz von den Wänden. Es wirkt fast gespenstisch.
Es geht voran, und wir sind gespannt – wie es weitergeht! Hoffentlich läuft alles unfallfrei und termingerecht ab – so dass wir, zusammen mit allen Gemeindegliedern von St. Salvator und St. Johannis, uns auf den vorerst einmal geplanten Einweihungsgottesdienst am 31. Oktober, dem Reformationsfest, freuen können. Herr Dekan Oliver Bruckmann wird der Festprediger sein.
Und wenn alles gut geht, werden wir am 7. November um 17.00 Uhr eine Benefizveranstaltung in und für unsere Kirche haben. Herr Hans Driesel wird den Abend unter das Thema stellen – wie könnte es anders sein in unserer Reformationgedächtniskirche - „Dr. Martin Luther. Geschichte und Geschichten, Anekdoten und Anmerkungen.“ Damit möchte Herr Driesel seine Verbundenheit zu „Alt-Schweinfurt“, dem Zürch und unserer Kirche zum Ausdruck bringen.
Wenn es Neues von der Innensanierung gibt, werde ich Sie weiter unterrichten.

Ihre Christa Weinzierl (Text und Bilder)

   


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