Dankbarkeit in Zeiten der Corona-Krise

Bild des Benutzers Stefan Stauch

Die Corona-Krise hält uns alle gefangen. Schulen und Kitas sind geschlossen. Spielplätze geschlossen. Behörden sind nur über Telefon oder Internet zu erreichen. Viele Regale in den Geschäften sind leer. Die Gaststätten nur eingeschränkt geöffnet. Wenn wir das Haus verlassen, gehen wir auf Distanz, 1,5 Meter Abstand mindestens. Wir kennen mehr und mehr Menschen, die aus Vorsichtsmaßnahme zu Hause bleiben müssen oder leider gar erkrankt sind. 

Den Experten zufolge ist das erst der Anfang und so wie es ausschaut könnte die Krise noch Monate andauern. Als ich mich heute Morgen an den gedeckten Frühstückstisch gesetzt habe, dachte ich mir, man müsste viel dankbarer sein, dass das Leben hier bei uns trotz der Krise noch so gut weitergeht. Ein „Danke schön“ an unsere Müllabfuhr. Ein herzlicher Dank an die Mitarbeiterinnen unserer Einkaufsmärkte, die bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit arbeiten. Natürlich auch an die Lkw-Fahrer, die die Waren liefern. Ein großer Dank gilt unseren Ärzten und ihren Sprechstundenhilfen. Einen Dank an die Schwestern und Pfleger unserer Sozialstationen. Vielen Dank an die Chefs unserer Gasthäuser, ihre Köche und Bedienungen. Nicht zu vergessen der Dank an unsere Gemüsebauern, die unermüdlich für gesundes Gemüse sorgen. Bestimmt fallen ihnen noch viele andere Menschen ein, denen man in diesen Tagen einmal Danke sagen muss, für ihren Einsatz in schweren Zeiten. Wir müssen aber in diesen Tagen auch an die Menschen denken, die gesundheitlich mit den Folgen des Virus kämpfen. Denken wir an die Menschen, Ärzte, Schwestern, Pfleger, die für die an dem Virus Erkrankten da sind. Wir dürfen für die beten, die forschen, um diesen Virus zu stoppen, ja bekämpfen zu können. Wir denken auch an die Menschen, die unter den wirtschaftlichen Konsequenzen des Virus zu leiden haben. Menschen haben Angst um ihren Arbeitsplatz. Geschäftsleute, Firmeninhaber bangen um das wirtschaftliche Überleben. Vielleicht setzen wir uns in diesen Tagen immer wieder einmal hin, falten unsere Hände zum Dank und zur Bitte. Ich bin mir sicher, dass wir alle gemeinsam diese Krise meistern. Und vor allem leben wir als Christen nicht aus der Angst, sondern aus dem Vertrauen, das uns trägt: „Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiß an jedem neuen Tag.“

Bleiben Sie gesund und munter.
Ihr
Pfarrer Stefan Stauch

 

Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay

alle Online-Andachten

alle Online-Andachten: Klick hier

Die aktuelle Andacht auch telefonisch anhören unter 09721-3701193