Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist.

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Grüß Gott von der Christuskirche in Schweinfurt

95 Prozent der Deutschen befürworten die gegenwärtig geltenden, einschneidenden Regeln, die darauf abzielen, Abstand zu halten – Regeln die bis vor kurzem noch als undenkbare Zumutung zurück gewiesen worden wären.

Wir finden sie gut, weil wir diese neue Krankheit, von der überall gesprochen wird, Covid-19 wird sie genannt, dass wir die zurückdrängen wollen. 

Nicht nur aus Angst um uns selbst, sondern voller Fürsorge gerade auch für Menschen, die jetzt besonders gefährdet sind. 

Und bei aller Sorge tut es auch gut, einfach zu wissen, was jetzt dran ist. Zu hören und zu verstehen: „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist.“

Viele haben auf einmal ungewohnt viel Zeit, um über die Situation nachzudenken. Welche neuen Schwierigkeiten für Menschen entstehen können:

Spontan gibt es Hilfsangebote, direkt in der Nachbarschaft, wie Einkaufen für Menschen, die gerade nicht selbst aus dem Haus gehen können.

Man kann die Zeit nutzen, um lang liegen gebliebene Kontakte wieder aufzunehmen, mit dem Telefon oder mit Hilfe der modernen Medien. Sich austauschen über das, was gerade anliegt: über Sorgen und Nöte, man kann sich über das Zwitschern der Vögel unterhalten, was man gerade so gut hört und über den sonnigen, aber kalten Frühling. Und man kann besonders aufmerksam sein für andere, kann Lösungsmöglichkeiten miteinander teilen. 

Auf diese Weise wird die Einsamkeit durchbrochen, entsteht ein menschliches Netzwerk. 

Und es ensteht auch Dankbarkeit und Verständnis für die, die gerade besonders gefordert sind, in Gesundheitswesen, Politik Wirtschaft, für alle, die dafür sorgen, dass unsere Gesellschaft trotz der Belastung gut weiter funktioniert.

Dabei spüren wir auch, und wir bekommen es gesagt, „dass diese Situation ernst ist und dass sie offen ist“.

Als Christ glaube ich fest, dass JEDE Situation offen ist, weil Gott frei ist. IHM mag ich mich anvertrauen, auch wenn ER mich und uns oft Wege führt, die ich jetzt nicht verstehen kann. 
Jedenfalls: Mir tut es gut, wie wir uns in unserem Land gerade gemeinsam dem Ziel unterordnen, Leben und Menschlichkeit zu bewahren. Und ich finde: Daran kann man doch auch gut für die Zukunft anknüpfen. 

Und ich mag diese Erfahrungen zusammen fassen in einem Bibelspruch des Propheten Micha:

„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist:
- zu hören, was mit gutem Recht verlangt wird,
- Liebe zu üben und 
- demütig zu sein vor GOTT.“ 

Amen.
Und alles Gute!

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