Glocken mit Botschaft

Bild des Benutzers Stefan Stauch

Liebe Hörer, 

letzthin veröffentliche die Zeitung einen Artikel über die Glocken unserer Heimat. Darin wurden auch die Glocken unserer Sennfelder Dreieinigkeitskirche beschrieben. Fünf Stück hängen in unserem Kirchturm. Drei sind sehr alt, fast 300 Jahre. Während des Zweiten Weltkrieges wurden die Glocken beschlagnahmt. Gott sei Dank hat man sie nicht zu Waffen gemacht, sondern sie in einem Sammellager in Hamburg eingelagert. Wenige Jahre nach dem Ende des Krieges durften unsere Glocken wieder nach Sennfeld zurückkehren.

Alle fünf tragen eine Inschrift. Auf einer der Glocken steht: „O Herr, dein Lob soll man besingen, so oft ich werde in Frieden erklingen.“ Die Glocken geben uns die Zeit an, am Tag und auch in der Nacht. Oft liege ich nachts wach und warte auf den Schlag der Glocke, damit ich weiß, ob ich mich noch einmal umdrehen darf.

Unsere Glocken laden uns ein, nicht nur zum Gebet am Mittag. Am Samstag um 14 Uhr läuten sie den Sonntag ein. Am Sonntag in der Früh erinnern sie uns daran, dass der Gottesdienst bald beginnt. Mir persönlich ist momentan unser tägliches 20 Uhr-Läuten am Wichtigsten. Dieses Geläut lädt zum Händefalten für die Menschen ein, die von der Krise betroffen sind. Wir denken an alle, die den erkrankten Menschen weltweit helfen, Ärztinnen und Ärzte, Schwestern und Pfleger. Die Forscherinnen und Forscher, die nach Impfstoffen gegen das Corona-Virus suchen, liegen uns am Herzen. Nicht zu vergessen müssen wir auch die Hände falten, für alle die unter den wirtschaftlichen Folgen des Virus leiden.

Ich freue mich schon heute auf den Tag, an dem unsere Glocken das Ende der Corona-Krise einläuten.
Ihr 
Pfarrer Stefan Stauch aus Sennfeld

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