Mutmachlieder

Bild des Benutzers Eva Loos

Liebe Leser*innen bzw. liebe Hörer*innen, und vor allem, liebe Schwestern und Brüder in Jesus Christus,

in den letzten Tagen höre ich in vielen Telefonaten, dass sich manche von uns in diesen Coronazeiten große Sorgen machen, richtige Angst haben, nicht nur vor Ansteckung und Erkrankung, sondern auch, ihre Arbeit, ihre Wohnung zu verlieren, vor der Einsamkeit; sie sind wie erstarrt oder so unruhig, dass sie nichts machen können. Manchmal spüre ich das auch – es ist ja allzu verständlich. Aus der Lebenserfahrung, z. B. meiner 96jährigen Mutter, von engagierten Christen, Freunden und auch von mir selbst, weiß ich, wie sehr manche Liedstrophen älterer Lieder beruhigen, trösten, ermutigen, helfen. Einige, die auch mir gut tun, will ich an Sie weitergeben: „Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt, der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann. Hoff, o du arme Seele, hoff und sei unverzagt. Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer plagt, mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit, so wirst du bald erblicken, die Sonn der schönsten Freud.“ (EG 361,1.6) 

„Es kann mir nichts geschehen, als was er hat ersehen und was mir selig ist. Ich nehm es, wie er’s gibet; was ihm von mir beliebet, dasselbe hab auch ich erkiest.“ (EG 368,3)

„Was helfen uns die schweren Sorgen, was hilft uns unser Weh und Ach? Was hilft es, dass wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit.“

„Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu und trau des Himmels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu. Denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verlässt er nicht.“ (EG 369,2.7)

„Trotz dem alten Drachen, Trotz dem Todesrachen, Trotz der Furcht dazu! Tobe, Welt, und springe; ich steh hier und singe in gar sichrer Ruh. Gottes Macht hält mich in Acht, Erd und Abgrund muss verstummen, ob sie noch so brummen.“ (EG 396,3)

„Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“ (EG 637)

„Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben; schau an der schönen Gärten Zier und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben, sich ausgeschmücket haben. (EG 503,1 und 2-4.8)

Diese Lieder gerade jetzt sprechen oder singen tut gut, schafft Vertrauen, lässt Schönes entdecken: den tiefblauen Himmel, Blütenmeere, Vogelzwitschern… ja, auch sich freuen von innen heraus. Das Mutmachwort: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Tim 1,7) 

Das alles kann helfen – Ihnen und mir, Angst, Beklemmung, Furcht von Tag zu Tag neu zu überwinden, mit Kraft, Liebe und Besonnenheit weiter zu gehen.                 

Pfrin. Eva Loos  

alle Online-Andachten

alle Online-Andachten: Klick hier

Die aktuelle Andacht auch telefonisch anhören unter 09721-3701193