Nicht an morgen denken - der Frühling muntert uns auf

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen

Liebe Gemeinde,

draußen ist der Frühling erwacht.
Wir können ihn sehen,
und an manchem Sonnenstrahl auch spüren.

Doch können wir diesen Frühling auch richtig genießen?
In Zeiten, in denen der Corona-Virus unseren Alltag einschränkt und wir im Haus bleiben müssen?
Die Welt ist erschüttert von all dem Leid und den Einschränkungen.
Und täglich haben wir Angst davor, wie schlimm es morgen noch werden wird.

Doch brauchen wir uns diese Ängste wirklich machen?
Im Grunde nicht unbedingt.
Im Matthäusevangelium steht geschrieben:
„Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.“

Hier steht es also.
Wir sollen uns eben nicht um den morgigen Tag sorgen.
Morgen kommt sowieso, egal wie viele Sorgen wir uns machen.
Doch heute zählt zuerst der heutige Tag.
Denn jeder Tag hat seine ganz eigenen Plagen.
Und wenn wir uns darum sorgen, reicht das doch schon völlig aus.

Und auch, was uns heute belastet, müssen wir nicht so schwer nehmen.
Denn auch schwere Tage können wir überstehen.
Im Brief an die Philipper steht:
„Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht.“

Wir könnten auch sagen: Ich vermag alles, durch den, der mich stark macht.
Gott selbst möchte uns in solch schweren Zeiten Kraft geben.
Das möchte er aus ganzem Herzen, da er uns liebt.

Wir können uns Gott anvertrauen.
Ihm können wir alle unsere Sorgen, all unser Leiden mitteilen.
Gott wird uns dabei zuhören.

Und schließlich wird er uns helfen.
Er wird uns dabei helfen, dass wir lernen, mit all dem Schweren umzugehen, was uns täglich belastet.

Gerade in den letzten Tagen und Wochen versucht er uns dabei eine sichtbare Hilfestellung zu geben.
Wenn wir aus dem Fenster schauen, sehen wir Gottes wunderbare Schöpfung.

Wir sehen und spüren, wie er uns und der Welt den warmen und hellen Sonnenschein schenkt.
Die Welt erblüht.
Die Knospen brechen auf,
und die Samen keimen und lassen ihre Sprösslinge emporsteigen.
Alles in unsere Welt wird wieder etwas bunter und fröhlicher.

Und wir können uns daran erfreuen.
Wir können uns an dem freuen, was er uns ausgesäht hat.

Es lohnt sich also ein Blick aus dem Fenster.
Hinaus in unsere schöne Natur.
Genießen wir doch die schönen Dinge des Lebens.
Die zwitschernden Vögel und die blühenden Blumen.
So können wir an Gottes herrlicher Schöpfung Kraft tanken.

Mit Gottes Hilfe können wir auch schwere Tage überstehen.
Denn es heißt ja im Philipperbrief:
„Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht.“

Also lassen sie uns, wenn überhaupt, nur auf unsere heutigen Sorgen blicken.
Den Kopf müssen wir nicht hängen lassen.
Wir können nach vorne blicken,
oder eben auch nach draußen in die erblühende Natur.

So können wir unsere Energiequellen an den schönen Dingen des Lebens aufladen.
Und wir können auch anderen helfen, die Welt so positiv zu sehen.

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus.
Amen

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