Übergang

KW 17 „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.“

Liebe Gemeinde,

wahrscheinlich wartete gefühlt fast ganz Deutschland am Mittwochabend auf die Presskonferenz über die Ergebnisse der Ministerpräsidentenkonferenz. Die Ministerpräsidenten hatten sich per Videokonferenz getroffen und darüber beraten, wie es mit den Ausgangsbeschränkungen in unserem Land weiter gehen sollte. Fünf Wochen lange ausgestorbene Straßen und Städte, kein Leben in den Kindergärten und Schulen, Sportstadien, Theater- und Konzertsälen…. Wie kann es weitergehen, dass die einen wieder arbeiten und leben können, ohne dass die anderen um ihr Leben fürchten müssen?

Man spürt: Ein ganzes Land hat sich verändert und steht an der Schwelle zu etwas Neuem.

Eine Erfahrung, die wir im Kleinen in unserem Leben immer wieder machen. Es gibt Veränderungen, wenn ein Kind geboren wird, wenn die Einschulung, die Konfirmation, der Berufsabschluss anstehen, wenn die Hochzeit, der Beginn des Ruhestands, der Tod eines nahen Menschen eine neue Lebensphasen einleiten. Im wieder stehen wir an Übergängen. Schwellen, die eine neue Phase in unserem Leben einleiten. Meistens stehen wir solchen Übergängen mit gemischten Gefühlen entgegen: da ist einerseits Freude, über das neue Leben. Da ist Trauer, über das Alte, das man zurücklassen muss.

Das Schriftwort für die Woche ist ein Lob auf Gott. Ein Lob dafür, dass wir durch unseren Glauben, wiedergeboren sind. Der Glaube macht uns immer wieder in diesen Übergängen und Schwellen zu Hoffnungsträgern. Menschen, die Hoffnung haben dürfen, dass das Neue, das sie erwartet, Leben in sich trägt. Ja, Stück für Stück das wahre Leben offenlegt. So wie es uns Christus mit seiner Auferstehung vom Tod hat erfahren lassen.

Unserem Weg aus dem Lockdown stehen viele mit gemischten Gefühlen entgegen. Da ist Trauer und Wut, dass es nicht wieder so wird wie vorher. Die Epidemie hat für manchen persönlich eine komplett neue Phase im Leben eingeleitet, in der man manches zurücklassen muss. Andrerseits hat CoVid19 gezeigt, dass wir für andere verzichten können, in Rücksicht auf die Schwachen wirtschaftliche Einschnitte machen können, große Krisen gemeinsam lösen können. Auch wenn die Lockerungen, die die Minister­prä­si­den­ten­konferenz beschlossen hat für den einen zu weit, für den anderen nicht weit genug gehen. Sie zeigen uns, dass es weiter geht und etwas Neues kommt. Und es Hoffnung gibt, lebendige Hoffnung. Dass es weiter geht. Dass es gut wird. Für jeden von uns, der sich auf die Neugeburt einlässt.

Bleiben Sie behütet.

Alles Gute und Gottes Segen

Pfrin. Ullmann

 

 

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