Wie lange noch?

Wie lange noch?
Eine Frage, die mir immer wieder in den Kopf schießt. Dabei ist erst wenige Tage der Katastrophenfall in Bayern ausgerufen. Die sogenannten „Corona-Maßnahmen“ nehmen jetzt erst ihre Form an. Regeln schränken nach und nach mein Leben ein. Immer enger werden meine Alltagswege. Keine Schule – keine Besuche – Keine Gottesdienste – Abgesagte Veranstaltungen – Geschlossene Geschäfte...

Auf einmal ist alles ganz anders. Unwirklich scheint mir das alles. Ich habe es nicht kommen sehen. Und plötzlich ist sie da: die Bedrohung durch einen Virus. Oder besser die Angst vor der Bedrohung und ihren Folgen. Die steigende Zahl der Corona-Infektionen beunruhigt mich. Die strengen Maßnahmen machen mir Angst. Die Ungewissheit – wie es weiter geht, drücken auf mein Herz. 

Wie lange noch?
„Wie lange noch sollen mich die Sorgen quälen?“ Sorgen um meine Familie und Freunde. Sorgen um die Wirtschaft und die Existenz so vieler Menschen. Sorgen, ob die medizinische Versorgung ausreicht.

„Wie lange noch soll der Kummer Tag für Tag an meinem Herzen nagen?“ 
  
Wie lange noch, HERR? 
Wo ist Gott in dieser Zeit? Hat er uns vergessen? Hält auch Gott sich an die Einschränkungen und kommt uns nicht mehr nahe? 
Wie lange noch darf uns dieser Virus bedrängen?

Ich werde nervös: 
Wie lange wird dieser Katastrophen-Zustand andauern?? 
Wie lange muss ich mich von meinen sozialen Kontakten fern halten? 
Wie lange muss ich auf meine Hobbies verzichten? 
Wie lange noch muss ich vorsichtig sein in der Begegnung mit anderen Menschen?
Es gibt Einschätzungen von Experten. Auch die Medien berichten stets über die aktuelle Lage. Prognosen werden gestellt.
Aber letztendlich weiß es niemand. Keiner weiß ganz genau, was noch auf uns zukommt und wie lange dieser Zustand andauert. 

„Gib mir doch eine Antwort, du mein Gott!“ ruft der Beter in Psalm 13. „Mach es wieder hell vor meinen Augen, bevor ich in Dunkelheit versinke.“ Er spricht mir aus dem Herzen.

Wie ein Schatten legt sich die Ungewissheit über mich. „Sieh mich doch an, mit all meinen Fragen und Sorgen“ 

Gerade in dieser Zeit, wende ich mich Gott zu. Ihm klage ich meine Sorgen. Ihn bitte ich um Hilfe. Ihn frage ich:

Wie lange noch?
 
An IHM halte ich mich fest. Auf IHN vertraue ich. Auf SEINE Liebe verlasse ich mich. 

Wie in einer Tretmühle bete, lese und singe ich den Psalm 13. Er fasst in Worte und Melodie, was ich gerade fühle:

Doch ich will deiner Liebe vertrauen
Ja, mein Herz soll sich freuen
Ich singe von deiner Liebe zu mir
Denn du bist gut, wie du es warst, mein Herr.

Darauf will ich auch in der kommenden Zeit vertrauen, wenn die Zeit der Einschränkung und die Frage „Wie lange noch?“ immer stärker werden.

AMEN.

Gott segne dich und behüte dich.
Gott gebe dir Ruhe und Kraft in dieser ungewissen Zeit.
Gott schenke dir inneren Frieden.
AMEN.

Ihre Vikarin 
Elise Badstieber, Christuskirche Schweinfurt

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