Worte gegen die Angst

Liebe Zuhörer/innen! / Liebe Leser/innen!

„In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ (Joh. 16,33)

Dieser Bibelspruch begleitet mich schon lange. Trotzdem gibt es immer wieder Situationen , in denen ich Angst habe. Jetzt in dieser Pandemiezeit sind ja auch genug Gründe da, um Angst zu haben! – Angst vor Ansteckung, Angst vor Leiden, Angst vor wirtschaftlichen Nöten, Angst vor dem Tod……

Angst gehört zum Leben! Einerseits kann sie uns lähmen zu handeln, andererseits lässt sie uns vorsichtig sein. Vorsicht ist , besonders in dieser Coronazeit, wichtig!- Die Angst, die lähmt, ist nicht hilfreich. Darum ist es gut , sich zu fragen: wovor  habe ich eigentlich Angst und was kann ich dagegen tun?

Oft kann ich nämlich etwas tun! Wenn ich das erkannt habe, bringt es mich in Bewegung, und das tut gut!

Jesus gibt diese Worte „in der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden“ seinen Jüngern, vor seinem Tod, mit auf den Weg. Es sind Abschiedsworte. Jesus selbst hatte auch Angst vor dem Tod. Er kennt dieses Gefühl. Er bleibt aber nicht in seiner Angst stecken, sondern gibt sie ab. Er vertraut sich ganz Gott, seinem Vater, an. Jesus weiß, dass er zu seinem Vater, zu Gott, zurückgehen wird.

Ganz oft lesen wir schon im Alten Testament  die Worte „Fürchte dich nicht“. Gott ist größer als unsere Furcht und Angst.  Er will uns gerade in angstvollen Situationen begleiten. Leider haben wir gerade dann oft keinen Blick für Gott frei.

Ich erinnere mich an eine Wanderung, bei der ich in ein Gewitter geriet. Ich hatte furchtbare Angst, mein Vertrauen in Gott war wie weggeblasen……..Trotzdem hat Gott mich behütet und bewahrt.

Der Jünger Petrus hatte auch Angst und hat Jesus drei Mal verleugnet. Trotzdem wurde er gebraucht und hat das Evangelium verkündet.- Das finde ich sehr tröstlich, dass Gott oft die Schwachen und Kleinen für seine Botschaft braucht.

Angst gehört zum Leben, aber genauso gehört Mut und Handeln dazu. 

Wenn Jesu Jünger damals in ihrer Angst stecken geblieben wären, wüssten wir heute nichts von Jesus! Sie hätten nichts weiter erzählt. Sie hätten aus Angst geschwiegen. Glücklicherweise hat Gott ihnen seinen Heiligen Geist geschickt, der ihnen Mut gemacht hat!

Den Heiligen Geist, als Gottes gute Kraft, gibt es heute noch. Wir können ihn nicht sehen, aber erleben!- Wenn wir z.B. unsere Angst überwinden und uns etwas zutrauen, dann wirkt er.
Wir brauchen z.Zt. viele Erfahrungen mit dem Heiligen Geist, damit die Angst sich nicht zu sehr ausbreitet. Ich selbst bin dankbar dafür, dass sie mich nicht beherrscht. Ich bin zwar vorsichtig, aber erfreue mich aber trotzdem am Leben. Es gibt noch so vieles zu entdecken! Und um Neues zu entdecken, braucht es Mut.

Die Jünger Jesu sind mutig losgezogen nach Pfingsten . – Mut ist das Gegenteil von Angst.

Ich wünsche uns allen ganz viel Mut, um weiter zu kommen im Leben.

Erinnern Sie sich an Situationen, in denen Sie Ihre Angst überwunden haben und mutig waren?- Bestimmt gibt es da Beispiele!- Und was war das für ein Gefühl, als Sie es geschafft hatten?- Ich hoffe, Sie waren mächtig stolz!

Gott schenkt uns immer wieder Mut!- Daran muss ich mich auch erinnern, besonders wenn ich wieder mal Angst habe. – Aber ich weiß, es geht weiter.

So haben Menschen Katastrophen  bestanden, den Krieg überlebt und Prüfungen gemeistert!

Ich hoffe, dass wir eines Tages sagen werden:“ Wie gut, dass wir diese Coronapandemie mit all den Ängsten überstanden haben.“

Jesus sagt uns:“ In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“

Amen                                                                                                                                                             

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