Die Konferenz der Tiere

Datum: 

28.10.2012

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Einen schönen guten Morgen, liebe Hörer,

ich erinnere mich an eine Fabel in der erzählt wird, dass bei einer Konferenz der Tiere die Frage aufkam, was denn typisch menschlich sei. Um diese schwere Frage zu beantworten, schwirrten die Tiere in alle Himmelsrichtungen aus, um die Menschen zu beobachten. Nach einiger Zeit kehrten sie mit ihren Eindrücken zurück. Die Menschen arbeiten fast immer, war der Eindruck vieler. Andere hatten die traurige Erfahrung machen müssen, dass die Menschen unheimlich viel streiten. Unzufrieden sind sie, sagten die Nächsten. Keine Zeit haben sie füreinander, wußten andere zu berichten. Da kam die Nachtigall zurück von ihrer Reise. „Stellt euch vor“, berichtete sie glücklich: „Die Menschen singen.“ Einstimmig beschlossen die Tiere dies zum schönsten Kennzeichen der Menschen zu erklären. Nicht alle tun es so schön wie die Nachtigall, aber darauf kommt es nicht an. Die Menschen singen, sie arbeiten, streiten und hetzen nicht nur. Wenn wir Menschen singen, dann dürfen wir uns auf Gott besinnen. Wenn wir Menschen singen, dann dürfen uns auch an das erinnern, was er in unserem Leben alles an Gutem getan hat. Ein kluger Kopf sagte einmal: „Der Glaube ist der Vogel, der singt, auch wenn die Nacht dunkel ist.“ Vielleicht erheben wir  schon heute unsere Stimme und beginnen den Tag mit einem schönen Lied auf den Lippen. Wir werden merken, wie leicht uns dann manches von der Hand geht.

Ihr evangelischer Pfarrer Stefan Stauch aus Sennfeld.