Geh aus mein Herz und suche Freud

Datum: 

12.04.2017

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Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer.

„Als Sie vor einer Woche hier waren, hatte der Baum nur ein paar Knospen. Und sehen Sie nun: Der Baum ist komplett grün geworden. Nur in dieser einen Woche!“ schwärmt eine Frau, die ich besuchen gehe. „Es ist so wunderschön zu beobachten, wie die Natur sich zeigt! In diesen bunten Farben, mit Blüten und grünen Blättern.“ Sie hat Recht, mir wäre es womöglich überhaupt nicht aufgefallen.

Ein Lied von Paul Gerhardt kommt mir in den Sinn: Geh aus, mein Herz, und suche Freud an deines Gottes Gaben. Sieh an der schönen Gärten Zier.

„Ich freue mich jedes Jahr wieder,“, sagt die Frau. „wenn die Äste wieder ausschlagen, dann langsam die Blätter zu sehen sind und ich erwarte jedes Jahr von neuem, dass die Blüten rauskommen! Dann weiß ich, nun ist endlich Frühling und Gott hat auch die Natur wieder aufgeweckt!“

Nach dem Besuch gehe ich mit offeneren Augen durch die Straße. Ich beobachte die Bäume, die vom Wind bewegt werden. Einige Bäume haben sogar schon Blüten, die durch die Luft fliegen. Und ich nehme mir das Lied zu Herzen: Geh aus mein Herz und suche Freud an deines Gottes Gaben.

Ich wünsche Ihnen heute einen wunderschönen Frühlingstag.

Ihre Vikarin Johanna Thein.