"Miteinander für Leib und Seele"

Zweite Vesperkirche in St. Johannis

Schweinfurt, Jan. 2016. „Miteinander für Leib und Seele“: So lautet das Motto auch der Vesperkirche 2016, vom 17. Januar bis 7. Februar in Schweinfurt-St. Johannis. Täglich besteht die Möglichkeit zu einem Mittagessen im außergewöhnlichen Raum der St. Johannis-Kirche.

Erwachsene zahlen 1,50 Euro und Kinder 0,50 Euro (Suppe, Hauptmahlzeit (auch vegetarisch), Kaffee und Kuchen). Verschiedene Soziale Angebote finden täglich statt. Begegnungen auf Augenhöhe!

Zu folgenden Veranstaltungen im Rahmen der Vesperkirche in der St. Johanniskirche laden wir herzlich ein:

Donnerstag, 21.01.2016, 20 Uhr: Benefiz-Konzert mit dem Gospelchor „Bridge to a Prayer“; Leitung: Holger Blum

Donnerstag, 28.01.2016, 19 Uhr: „Ohrenschmaus 2“; Instrumentalmusik und Projektchor der Pfarrerinnen und Pfarrer; Leitung: Andrea Balzer

Donnerstag, 04.02.2016, 19 Uhr: „Afghanistan. München. Ich. Meine Flucht in ein besseres Leben“; Lesung und Gespräch mit dem Autor Hassan Ali Djan, München in Kooperation mit der Buchhandlung Vogel, Schweinfurt

Vielen Dank für alle Unterstützung!

Im Namen der Projektgruppe, Ihr Norbert Holzheid

 

"Das Konzept hat sich bewährt"

Drei Fragen an: den evangelischen Schweinfurter Dekan Oliver Bruckmann zur zweiten Vesperkirche
epd-Gespräch: Daniel Staffen-Quandt

 

Schweinfurt (epd). Als bayernweites Pilotprojekt mit Anschubfinanzierung der Diakonie und der evangelischen Landeskirche ist die Vesperkirche in Schweinfurt im vergangenen Jahr gestartet - ab Sonntag (17. Januar) geht sie in die zweite Runde. Dekan Oliver Bruckmann erklärt, wo die Schwierigkeiten bei der Vorbereitung und Finanzierung liegen, und was die Besucher in St. Johannis in den kommenden Wochen erwartet.

epd: Herr Bruckmann, dieses Jahr müssen Sie ohne die 50.000 Euro Zuschuss von Landeskirche und Diakonie auskommen. Klappt das?

Bruckmann: Das ist richtig, wir bekommen dieses Mal kein Geld - und deshalb ist die zweite Vesperkirche in Schweinfurt auch schwieriger zu planen. Aber wir haben mit dem Zuschuss ganz viele Dinge angeschafft, die wir dieses Mal wieder verwenden. Deswegen kommen wir finanziell auch ohne Zuschuss zurecht. Insgesamt sind die Vorbereitungen heuer wesentlich einfacher als vergangenes Jahr - denn wir können auf vieles zurückgreifen, was wir für die Premiere geplant und vorbereitet haben. Das Konzept hat sich insgesamt bewährt.

epd: Die zweite Schweinfurter Vesperkirche ist also mehr eine Neuauflage statt eine Weiterentwicklung?

Bruckmann: Ja, denn es hat einfach gut gepasst und geklappt. Wir werden natürlich genau hinschauen, ob es auch dieses Mal so ist. Und natürlich haben wir auch an kleinen Stellschrauben gedreht seit letztem Jahr. Zum Beispiel gibt es kleinere räumliche Veränderungen: Das Café war letztes Jahr etwas zu klein, da haben wir umgebaut. Projekte wie eine Vesperkirche brauchen Konstanz. Daher freuen wir uns auch sehr, dass die Nürnberger auch am Sonntag starten. Wir hoffen, dass das in Nürnberg ein großer Erfolg wird, damit wir die Marke und die Bewegung "Vesperkirche" in Bayern weiter etablieren können.

epd: Wenn es bei der Organisation mal hakt, woran? Ist es, die ausreichende Zahl an Helfern zu finden, oder Sponsoren...?

Bruckmann: Das sind in der Tat die beiden Knackpunkte. Wir haben zum Glück bislang keine Probleme, genügend Helfer zu finden, die wir aber lieber Gastgeberinnen und Gastgeber nennen - denn in diesem Begriff spiegelt sich vieles von Ziel, Sinn und Atmosphäre einer Vesperkirche wider. Die Finanzierung eines solchen Projekts ist nicht leicht - aber auf große Sponsoren wie Unternehmen kann man dabei nicht bauen. Die großen Konzerne haben heute klare Vorgaben, an wen sie spenden und an wen nicht. Kirchen gehören heutzutage nicht mehr dazu. Unsere Vesperkirche haben bislang die Besucher getragen. Darauf hoffen wir auch in diesem Jahr.

(00/0108/13.01.2016, epd-Meldung vom 14.1.2016)