"Solidarisch?" - Reichtum verpflichtet

Sozialpolitischer Gottesdienst am Vorabend des Buß- und Bettages

Die Themen der FriedensDekade „Solidarisch?“ und des Sozialpolitischen Buß- und Bettages „Reichtum: Du wirst ein Segen sein“  passen für uns gut zusammen:

In unserer reichen Gesellschaft treffen Armut und Reichtum immer direkter aufeinander. Und Solidarität? Ist denn die noch modern?

Erinnern Sie sich noch an das Gemeinsame Wort der Kirchen (1997) „Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit“? In Ziffer (24) heißt es  „Nicht nur Armut, auch Reichtum muß ein Thema der politischen Debatte sein. Umverteilung ist gegenwärtig häufig Umverteilung des Mangels, weil der Überfluß auf der anderen Seite geschont wird.“

Teilen und UmFAIRteilen von oben nach unten – daher  unterstützen viele Menschen in unserem Land und unserer Kirche die Einführung einer Finanztransaktionssteuer, einer Steuer gegen Armut und zum Schutz von Klima und Umwelt.

Auf der anderen Seite nimmt der Reichtum eines Teiles der Bevölkerung zu. Da gibt es Reiche, die nur an sich denken, und Vermögende, die sich dem Gemeinwohl verpflichtet sehen. Dieter Lehmkuhl, Mitinitiator der ‘Initiative Vermögende für eine Vermögensabgabe‘ stellt ein Versagen von Wirtschaft und Politik fest, denen es nicht gelungen ist, „den gemeinsamen Reichtum fair zu verteilen“ (kda-Themenheft: Reichtum,…, S. 25). Er fordert u.a. Werte wie Solidarität und Fairness und die Stärkung des Gemeinwohls, denn die Lasten der Finanzkrise der Allgemeinheit aufzubürden, stellt seiner Meinung nach eine Verletzung des Gerechtigkeitsprinzips dar und schont die Verursacher.

In unserem Ökumenischen Sozialpolitischen Gottesdienst am Vorabend des Buß- und Bettages wollen wir zu Solidarität, Armut und Reichtum Position beziehen. Vor Ort erklären wir uns solidarisch mit Menschen, die auch in unserer Wohlstandsgesellschaft unter den Folgen der zunehmenden prekären Arbeitsverhältnisse leiden, und unterstützen alle, die sich für den Erhalt von Arbeitsplätzen, menschenwürdigen Arbeitsbedingungen und faire Entlohnung einsetzen.

Herzliche Einladung am Dienstag, 19. November, 17:00 Uhr, in die Gustav-Adolf-Kirche Schweinfurt, Ludwigstr. 10.

Im Anschluss an den Gottesdienst findet ein Nachgespräch im Gemeinderaum unter der Kirche statt.

Es laden ein: das Team des kda mit der afa, Pfr. Bernhard Öchsner, die EAG, die KAB und die Gewerkschaft ver.di, Fachgruppe Kirchen, Diakonie und Caritas

Evi Pohl / kda-Sozialsekretärin