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Vor kurzem war ich auf einer Studienreise in Rom. Nach dem Besuch des Petersdoms laufen wir über den Petersplatz. Mein Blick fällt auf eine große Skulptur. Sie wirkt deplatziert an diesem Ort. Zu sehen sind geflüchtete Menschen aus allen Zeiten der Geschichte. Migranten. Ich sehe in ihre Gesichter. Sie sind ausdrucksstark: manche voller Angst, andere vorsichtig oder hoffnungsvoll. Kinder und Babys sind zu sehen. Die Skulptur der „angels unawares“, der unbemerkten Engel bewegt mich tief.
So wie die Skulptur deplatziert wirkt, empfinden viele Menschen heute in Deutschland. Angst vor dem Fremden, Sorge vor „Übervölkerung“, ja sogar Fremdenhass gibt es. Ich weiß, dass das Thema Migration komplex ist. Viele Menschen in unserem Land sind auch bereit in Not zu helfen.
Und doch: wäre es möglich, dass uns gerade im Fremden, Geflüchteten ein „unbemerkter Engel“ begegnet?
Ihr Johannes Michalik


