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Guten Morgen, liebe Hörerinnen und liebe Hörer!
Kennen Sie das?
Das Handy zeigt nur noch ein Prozent Akku an. Sofort suchen wir nach einem Ladekabel…
Niemand würde erwarten, dass ein leeres Handy einfach weitermacht. Nur bei uns Menschen ist das anders. Wir denken oft: Ich muss noch durchhalten. Ich muss doch funktionieren – auch, wenn der Akku vielleicht schon längst leer ist.
In der Bibel sagt Gott zu Paulus: „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ (2. Korinther 12,9)
Gott wartet nicht darauf, dass wir perfekt funktionieren. Er begegnet uns gerade dort, wo wir an unsere Grenzen kommen.
Vielleicht beginnt die Kunst, Mensch zu sein, genau hier: Dass wir nicht immer stark sein müssen.
Dass wir uns eingestehen dürfen: Heute schaffe ich es nicht allein.
Und vielleicht ist das kein Zeichen von Schwäche, sondern von Ehrlichkeit und Vertrauen.
Ich wünsche Ihnen heute Menschen, vor denen Sie nicht stark sein müssen – und einen Gott, der gerade die Müden und Erschöpften sieht.
Einen gesegneten Tag wünscht Ihnen
Ihre Prädikantin Martina Rottmann, Auferstehungskirche Schweinfurt

