In Euerbach wurde Pfarrer Martin Bauer nach gut acht Jahren Dienst in einem festlichen Gottesdienst mit Chor und Posaunenchor in den Ruhestand verabschiedet. Mit einem Augenzwinkern sprach er zu Beginn von einer persönlichen Premiere: „Das ist mein allererster Gottesdienst am Sonntag nach Weihnachten, da habe ich sonst immer Urlaub“.
In seiner Predigt über 1. Johannes 1,1–4 nahm Bauer die Frage auf: „Wann ist Weihnachten vorbei?“ Weihnachten sei das anschaulichste Fest des Christentums, weil Gott den Menschen nahekommen wolle. Dieses Geschehen versetze bis heute auch Erwachsene ins Staunen. Entscheidend sei jedoch nicht allein das eigene Erleben, sondern das, was weitergegeben werde – durch Eltern, Großeltern, Freundinnen und Freunde, Lehrkräfte und Wegbegleiter. Diese Botschaft sei eine frohe Botschaft für alle und richte zugleich den Blick auf Menschen, die kaum Freude empfinden können: auf Flüchtlinge, Verfolgte und Menschen in Not. Als Fest ende Weihnachten spätestens mit Lichtmess, so Bauer, „als Glaubensereignis aber geht es weiter, wo diese Botschaft weitergegeben wird“.