Die aktuelle extreme Hitzewelle fordert alle heraus

Die extreme Hitze beschäftigt derzeit viele Menschen. Sie belastet ältere Menschen, Kinder, Ehrenamtliche bei Veranstaltungen und alle, die draußen arbeiten. Wenn Gottesdienste, Gemeindefeste und andere Veranstaltungen wegen der Hitze abgesagt werden müssen, zeigt sich: Die Klimakrise ist längst kein abstraktes Zukunftsthema mehr. Sie verändert bereits unseren Alltag.
Als evangelisches Dekanat sehen wir darin nicht nur eine organisatorische Herausforderung. Wir verstehen den Schutz der Schöpfung und der Menschen, die auf ihr leben, als Teil unseres kirchlichen Auftrags. Deshalb arbeiten wir seit Jahren daran, unseren eigenen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Deshalb haben wir uns schon vor Jahren auf den Weg gemacht. Mit dem Grünen Gockel, einem zertifizierten Umweltmanagement-System, überprüfen wir systematisch, wo wir Energie sparen, Emissionen vermeiden und nachhaltiger wirtschaften können. Bereits Ende 2022 wurden wir als Dekanat zertifiziert, im Herbst steht die Rezertifizierung an. Viele Kirchengemeinden sind ebenfalls beim „Grünen Gockel“ zertifiziert.
Was tun wir als Dekanat?
Eine der größten Stellschrauben ist bei Kirchengemeinden normalerweise die energetische und klimaneutrale Sanierung von Gebäuden. Doch der Dekanatsbezirk besitzt kein einziges Gebäude – alles ist bei anderen Trägern angemietet.
Impulse für andere und eigene Veränderungen
Dafür sehen wir uns als Impulsgeber für Kirchengemeinden, Gruppen und Kreise. So organisieren wir unter anderem Informationsveranstaltungen zu Photovoltaik auf kirchlichen Gebäuden, ökologischer Beschaffung, Jobrad und anderen Themen. Seit langem beziehen wir ausschließlich Ökostrom. Bei Veranstaltungen des Dekanats gibt es immer auch eine vegane Verpflegungsvariante und nach Möglichkeit regionales Essen. Und natürlich unterstützen wir das Repair-Café, das seit über zehn Jahren dafür sorgt, dass Dinge nicht einfach weggeworfen, sondern repariert werden können.
Mobilität
Wir beteiligen uns bei der „Kidical Mass“ Fahrrad-Demo und feiern in diesem Rahmen seit einigen Jahren eine ökumenische Andacht mit Segnung auf dem Marktplatz.
Gerade im Bereich Mobilität können wir einiges erreichen: Kurze Strecken oft mit dem Rad. Teilnahme am „Stadtradeln“ mit einem ökumenischen Team „Glaube bewegt“, um Aufmerksamkeit für das Fahrradfahren zu gewinnen. Für Fahrten zu Konferenzen bilden wir nach Möglichkeit Fahrgemeinschaften, oft mit dem E-Auto. Größere Strecken legen wir mit dem Zug zurück. Auch der Hauptamtlichenkonvent reist seit Jahren mit der Bahn zu seinen Begegnungen mit Partnerkirchen im Ausland. Das stärkt die Gemeinschaft und ist meist sogar günstiger als ein Reisebus.
Viele kleine Schritte ergeben sich, indem wir genau auf unsere Abläufe schauen: Ist dieses Faxgerät, das ständig Strom verbraucht, wirklich noch nötig? Welches Papier verwenden wir? Brauchen wir wirklich so viele Liedblätter, Plakate etc. oder reicht auch weniger?
Wir sind auf dem Weg. Wir sind noch lange nicht perfekt und auch nicht CO₂-neutral. Aber wir möchten unseren Beitrag leisten und andere ermutigen, ebenfalls dort zu handeln, wo sie können. Denn viele kleine Veränderungen können gemeinsam viel bewirken.
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