Dankbar durchs Leben

Datum: 

17.04.2012

Stichwörter: 

Einen schönen guten Morgen, liebe Hörer,

vor kurzem befand ich mich mit meiner Familie auf einer Reise durch Berlin. Eine tolle Stadt. Das Brandenburger Tor, der Kudamm. In Berlin pulsiert das Leben. Das bringt aber auch viele Probleme mit sich. Vor allem für einen Landmenschen. Da wollen wir mit der Ubahn zum Alexander Platz fahren. Nur, wo ist die richtige U-bahn-Station? Ich gehe auf einen Würstchenverkäufer zu und frage ihn: „Wo geht`s zur U 5?“ Er schaut mich prüfend an und sagt: „Zauberwort“

Ich stehe ratlos und verblüfft da, denn ich weiß nicht so recht, was er meint: „Zauberwort“ Er hilft mir auf die Sprünge: „Wo bitte geht´s zur U5?“ Und schon erklärt er mir den Weg. „Danke“, antworte ich knapp und laufe davon, die Familie hinterher. Auf der Rolltreppe merke ich, wie mich seine erzieherische Art geärgert hat.

In der U-Bahn muss ich aber dann doch lachen. Eigentlich hat er ja recht. Ist es nicht wirklich ein Zauberwort, das „Bitte“. Ich werde auch lieber gebeten, als dass ich im Vorübergehen ganz selbstverständlich benutzt werde. Wie selbstverständlich nehme ich es eigentlich, dass andere mir etwas tun: einen Gefallen, eine kleine Aufmerksamkeit, das frisch gewaschene Hemd, ein leckeres Abendessen. Und das tagtäglich. Ich bin mir sicher, das Zauberwort könnte vieles verändern. Nehmen wir es doch viel öfter in den Mund. So manche Dinge des Alltags gehen dann viel leichter.

Einen guten Tag wünscht ihnen ihr Pfarrer Stefan Stauch aus Sennfeld