Wunder des Alltags

Datum: 

19.04.2012

Stichwörter: 

Einen schönen guten Morgen, liebe Hörer,

„ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist …. blau. Der Himmel? Das Wasser?“ Sicher kennen Sie dieses Spiel! Es ist praktisch, besonders wenn Kinder sich langweilen. Man kann es überall spielen. Man braucht keine Hilfsmittel und es kostet auch kein Geld. „Ich sehe was, was du nicht siehst … .“ Da wird aus einer ganz alltäglichen halben Stunde etwas Spannendes, weil man die Augen offen hält und Dinge entdeckt, die man sonst einfach übersehen würde. „Ich sehe was, was du nicht siehst … .“ Dieses Spiel macht nicht nur unserer Tochter Miriam Spaß. Nein, auch ich habe meine Freude daran. Wenn ich es spiele, entdecke ich Dinge, die ich normalerweise übersehe. Plötzlich fällt mir auf, was ich vorher kaum noch beachtet habe. Die unterschiedlich geformten Wolken am Himmel, das Lächeln eines Menschen. Viel zu sehr habe ich mich an solche Dinge gewöhnt: es ist alltäglich, normal. Doch die Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu entdecken. Vielleicht probieren Sie es in diesen Frühlingstagen einfach einmal aus und spielen auch wieder einmal. „Ich sehe was, was du nicht siehst … .“ Und das ist etwas Wunderbares. Bestimmt merken sie dann, dass jeder Tag etwas Besonderes ist. Ein Geschenk Gottes, um uns ein paar seiner Wunder zu zeigen. Ich wünsche ihnen einen Tag, in dem sie ganz viele seiner Wunder sehen.

Ihr Pfarrer Stefan Stauch aus Sennfeld.