Archiv 2010/II (Aug. - Dez.)

 

1. Bildergalerie: Dekanatshighlights 2010

2. Nicht zu ernst gemeint: Wenn Brüder und Schwestern adventlich feiern

3. Keine Kontamination: PfarrerInnen im KKW Grafenrheinfeld

4. "Eine irrsinnige Aufgabe". Visitation der Kirchengemeinde Bad Kissingen

5. Schweinfurt war schon wieder bunt

6. Sprachberatung für Kindertagesstätten

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1.   BILDERGALERIE: Dekanatshighlights 2010

   Streilichter

   
1.3.: Gründung der Ehrenamtsakademie des DW Schweinfurt (s. unter DW aktuell) 12.-14.3.: Jubiläum "10 Jahre Kur- und Reha-Seelsorge" Bad Kissingen; Pfrin. Claudia Weingärtler,  Festredner Prof. Dr. Michael Klessmann u. Pfr. Wolfgang Ott  (s. Archiv 2010/I, Nr. 7)
   
1.5.: Aktion gegen Neonazi-Aufmarsch: "Schweinfurt ist bunt" - (v.r.) Dekan Bruckmann, OB Sebastian Remelé u. DW-Vorstand Jochen Keßler-Rosa (s. Archiv 2010/I, Nr. 4) 9.-29.5.: Besuch aus den lutherischen Dekanatspartnergemeinden von Rio de Janeiro: (v.l.) Christina Schaefer, Pastorin Margarete Engelbrecht, Lélia Protasio Dias de Oliveira u. Vilma Petsch; nicht auf dem Foto: Evelyn Ruppelt (s. dazu Berichte, Extra-Bildergalerie und kritische Reflexion).
   
2010 fanden wieder zwei Dekanatssynoden statt: am 6.3. in der Christuskirche-SW und am 23.10. im Evang. Gemeindehaus Bad Kissingen; hier Dekan Bruckmann mit Referent Peter Zeitz zur Thematik "Besuchsdienstarbeit" 28.11.: Neueinweihung der St. Salvator-Kirche Schweinfurt nach grundlegender Sanierung (s. Berichte)

 

  Prominente Besucher, Besuchte, Heimgesuchte

   
Machten ihre Aufwartung in Pfarrkonferenzen: 18.1.: Regionalbischof des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg Christian Schmidt (s. Archiv 2010/I, Nr. 9)  12.4.: Regionalobischöfin des Kirchenkreises Bayreuth Dr. Dorothea Greiner (s. Archiv 2010/I, Nr. 5)
   
4.-6.5.: Visititation von Landesbischof Dr. Johannes Friedrich im Dekanat Schweinfurt; hier beim Gottesdienst in St. Johannis (s. Berichte) Volles Evang. Gemeindehaus beim bischöflichen Empfang (2. Reihe hinter Landesbischof u. OB Remelé: Ehepaar Keßler-Rosa)
   
17.-24.10.: Visitation unseres Dekans in der Kirchengemeinde Bad Kissingen; hier mit OB Kay Blankenburg beim Empfang im Rathaus (s. die Berichte unten auf dieser Seite, Nr. 4) Freuen sich noch an Weihnachten über die hinter ihnen liegende Visitation: Pfrin. Claudia Weingärtler, Pfr. Wolfgang Ott u. Pfr. Jochen Wilde/Bad Kissingen

 

IN und OUT: Kommen und Gehen

   
Verabschiedung am 7.2.: Vikarin Anna-Sophie Scheckenbach in Sennfeld (s. Archiv 2010/I, Nr. 8) Einführung am 21.3. mit einziger Ordination im Dekanat 2010: Pfrin. z.A. Eva Thelen in Maßbach (s. Bericht)
   
Einführung am 13.6.: Pfarrer-Ehepaar Wolfgang und Monika (Roth-)Stumptner in Gochsheim (s. Bericht) Verabschiedung am 15.8.: Pfarrer-Ehepaar Kerstin und Bernhard Vocke in Schonungen (s. Bericht
   
Einführung am 19.9.: Pfr. Stefan Stauch in Sennfeld (s. Bericht) Verabschiedung am 7.11.: Pfrin. Christiane Müller in Schweinfurt/Auferstehungskirche (s. Bericht)
   
  Die zurzeit vakanten Predigtstätten: Christuskirche Schonungen und Auferstehungskirche-SW (Bergl): "Bittet aber, dass (es) nicht geschehe im Winter!" 

 

Zu guter Letzt

   
    22.9.: 50 Jahre Oliver Bruckmann - hier mit Frau Gisela (s. Bericht) Ein vom Dekan aus diesem Anlass gesponsertes Benefizkonzert erbrachte für die "jungen stimmen schweinfurt" 20.000 Euro
   
Jaja, manche Kolleginnen nehmen's recht leicht im Dekanat, hier: Pfrin. Elke Münster/St. Johannis-Schweinfurt Auch 2011 wird das Pfarrkapitel wieder tüchtig ziehen: zu Ein- und Ausführungen 
   
 Kein Blick zurück im Zorn mit der Jahreslosung 2011 Auf ein Neues: Schweinfurt lässt es in der Silvesternacht so richtig krachen; vielleicht hilft's ja.

 

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2.   Nicht zu ernst gemeint:

Wenn Brüder und Schwestern adventlich feiern

   
Dekan Oliver Bruckmann verkündet Termine fürs neue Jahr Pfr. Andreas Duft mit Süffisanz vor und beim Auftritt

Bergrheinfeld, 13. Dezember 2010. Wenn Pfarrerinnen und Pfarrer feiern - nein, dann geht’s gar nicht so hoch her – zumindest diesmal nicht. Sondern dann klingt’s eher besinnlich, ansatzweise feierlich, streckenweise gar lustig, marginal sogar ins Satirische abdriftend.
Die letzte Pfarrkonferenz des Jahres im Dekanat Schweinfurt steht immer im Schatten des Advents. Da werden auch Ehepartner gerne gesehen, und vor allem die Ruheständler machen ihre Aufwartung. Eingeladen wurde diesmal in die Kirchengemeinde "Zum guten Hirten" nach Bergrheinfeld. Freilich hätte der Gemeindesaal noch mehr Personen und die aufgeschnittenen Stollen noch mehr Abnehmer vertragen. Offenbar hatten etliche Kolleginnen und Kollegen selber Adventsfeiern unterm eigenen Kirchturm zu bestehen.
Natürlich – Ordnung muss schließlich sein – gibt’s selbst in einer Adventskonferenz ein paar Regularia vonseiten des Dekans zu vermelden. Aber die tun natürlich nicht weh und dem heiteren Zuschnitt dieses Beisammenseins keinen Abbruch. Ebenso muss auch eine Andacht dabei sein. Das gehört sich in geistlichen Kreisen so: „Tochter Zion, freue dich …“. Hausherr und Gastgeber Pfr. Andreas Bauer legte dazu den von ihm thematisch auf den Advent des Herrn zugeschnittenen Text Jeremia 23,5-8 zugrunde: Warten auf den Kommenden sei angesagt, ermahnte er mehrfach und zeigte auf eine große Uhr, die er eigens deshalb auf dem Altar positioniert hatte.
Nach dem Zwischenaufenthalt in der coolen Kirche tat ein Glas Glühwein mal echt gut. Auch die obligatorischen Süßigkeiten wurden wohlwollend zur Kenntnis und in den Mund genommen. Dann traten aus dem PfarrerInnenkreis wahre musikalische Koryphäen auf: Pfr. Andreas Duft am Harmonium, zudem mit Mundharmonika ausgestattet, interpretierte auf seine eindrucksvolle Weise Lieder wie „Sage, wo ist Bethlehem“ und „Lasst uns hinausgehen“.
Natürlich blieben alle, um dem Duo Pfrin. Gisela Bruckmann (Harmonium) und Pfr. Dr. Wolfgang Weich (Violine) mit drei Joh.Seb. Bach-Sätzen zu lauschen. Applaus war ihnen gewiss. Es folgte ein mitsingbarer brasilianischer Song, angestimmt von den Pfarrerinnen Annette Schumacher und Tabea Richter.  Leider hatte Pfr. Manfred Herbert aus Krankheitsgründen seine Teilnahme absagen müssen, sonst hätte er sicher seine Fiedel ausgepackt und ein weiteres, vielleicht sogar das absolute Highlight gesetzt.
So schlossen sich nun rhetorische Beiträge an: von Pfrin. Christhild Grafe eine Satire über die Unsitte, im Urlaub noch vor Tagesanbruch Liegestühle am Strand oder Pool zu reservieren. Der Bezug zum Heiligabend war freilich etwas arbiträr. Und Pfr. Bauer las „Richtlinien zur Verwendung von Dienstweihnachtsbäumen“ vor. Man durfte beamtenmäßig lachen – auch über die Begebenheit vom fehlenden Lametta am Weihnachtsbaum, wofür getrocknetes und silbern lackiertes Sauerkraut zum Einsatz gekommen sein soll. Schade, ein gemeinsam intoniertes „O Tannebaum“ fehlte, weshalb es zu keiner All-Vergeschwisterlichung kam. War vielleicht auch nicht intendiert.
Am Ende versuchte Dekan Oliver Bruckmann noch einen kleinen, ernsthaft bilanzierenden Rückblick auf das Jahr 2010 im Dekanat zu geben: welche Kolleginnen und Kollegen gegangen, gekommen oder geblieben sind. Doch zart angedeutete Stichworte wie „Vakanzen“, „Landesstellenplan“ und „Immobilienfrage“ ließen bereits erahnen, dass Bethlehem zwar überall, aber nicht immerzu ist und der Dienstalltag bald wieder zur Tagesordnung zurückfinden lassen dürfte à la Lukas: „Und die (geistlichen) Hirten kehrten wieder um.“
Der Dekan dankte noch dem Pfarrkapitel für die Zusammenarbeit im zu Ende gehenden Jahr. Diese Kooperation gehöre tatsächlich zum Schönsten in seinem Dienst. Und alle rief er dazu auf, ihre „Ressourcen zu nutzen“, um auch das Evangelium zu verkündigen. Da wurde es in den Herzen so richtig warm …

 

   
Bach erfordert äußerste Konzentration: Pfrin. Gisela Bruckmann und Pfr. Dr. Wolfgang Weich Ihr brasilianisches Lied hatte nichts Barockes an sich: Pfrin. Annette Schumacher und Pfrin. Tabea Richter
   
                                        Geneigtes Publikum                         Schließlich wollen (fast) alle mal aufs Bild

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3.   "Keine Kontamination": PfarrerInnen im KKW Grafenrheinfeld

   
       Abgeknipst von einem e.on-Foto: KKW Grafenrheinfeld               Reinhold Scheunring did his very best

Grafenrheinfeld, 12. November 2010: Mit seinen beiden 143 Meter hohen, ununterbrochen riesige Wolkenschwaden an Wasserdampf ausstoßenden Kühltürmen ist es selbst nachts unübersehbar: Man gibt es ungern zu, aber das eigentliche bauliche Wahrzeichen des Dekanates Schweinfurt ist nicht die Dekanatskirche St. Johannis, sondern dieses 1981 (erste Kritikalität: 9.12.81) ans Netz gegangene Kernkraftwerk in Grafenrheinfeld, direkt am Main, vor Schweinfurts längst geschleiften Toren gelegen.
Dank der guten Beziehungen von Andreas Bauer, dem Pfarrer von Bergrheinfeld, zum Technischen Leiter des KKW, Reinhold Scheuring, wurde einer Kleingruppe interessierter Pfarrerinnen und Pfarrer eine Besichtigung des Werkgeländes, natürlich inklusive Führung durchs Reaktorgebäude, durch den Chef höchstpersönlich ermöglicht. Die Zeit war klug gewählt. Denn erst dieser Tage hat ja die Bundesregierung eine Laufzeitverlängerung für die deutschen KKWs beschlossen. Für die fast 30 Jahre alte Anlage in Grafenrheinfeld kommen nun (mindestens?) 14 weitere Betriebsjahre hinzu.
Sicherheit beim Rundgang wurde groß geschrieben. Für die in Schutzanzüge und Schutzhelme Eingekleideten gab es immer wieder Personenkontrollen und Strahlungsmessungen, wobei der stereotype Satz vom Band „Keine Kontamination“ mit spürbarer Erleichterung registriert wurde und in besonderer Erinnerung bleiben dürfte. Zumindest weiß nun jede und jeder, dass Dosimetrie Strahlenmessung bedeutet und nicht das Geringste etwa mit Weiß- oder Rotgelegtem in Dosenform zu tun hat.
Am eindrucksvollsten war die Begehung des Reaktors. Die aktiven Brennelemente – 193 an der Zahl – bekam die Geistlichengruppe zwar nicht zu Gesicht, wohl aber die abgebrannten Stäbe, die nun erst einmal fünf Jahre in sauberstem Wasser etwas abkühlen dürfen. Danach werden sie ins werkeigene Brennelementbehälterzwischenlager (BELLA), ausgelegt für 88 Castoren, gebracht. Immer stehen bereits 13 solche mit je 19 Stäben gefüllte Behälter dort. Wohin sie wann einmal abtransportiert werden, weiß noch niemand.
Ohrstöpsel waren im Maschinenhaus sehr angebracht: Turbinen und Generator erzeugen pro Minute eine elektrische Leistung von 1345 Megawatt (= 1.345.000 kW). Dies sind zehn Milliarden Kilowattstunden Strom im Jahr! Dafür hat der gleich mitproduzierte Dampf eine Temperatur von 282 Grad Celsius.
Und dann die Schaltanlage: 15 Personen teilen sich dort jede Schicht und beobachten zahllose Lämpchen und Monitoren: Reaktorfahrer, Elektriker, Schlosser. Gesetzt den Fall, ein Flugzeug würde abstürzen und die gesamte Schichtmannschaft auslöschen, so würde die Anlage immerhin noch zehn Stunden in einem sicheren Zustand weiterarbeiten. Ist das nicht eine tröstliche Info?
„Angabe ist auch eine Gabe“, schärfte mir oft genug meine Mutter ein. Auch Herr Scheuring hatte offenbar so eine weise Mutter. Denn er rühmte das KKW mit seinen 320 Mitarbeitenden als großen Wirtschaftsfaktor für die Region. Schon vierzehn Mal hätte es einen Platz in der internationalen Top-Ten-Liste erobert. Zu den 1,4 Mrd. Euro Baukosten seien in der Zwischenzeit 600 Mio. an Nachrüstung gekommen. Die Aktivitätsabgaben lägen weit unterhalb der Genehmigungswerte und und und.

 

   
Die PfarrerInnengruppe hörte zunächst andächtig zu, meldete später aber Kritik an      Rundgang: Besichtigung der zentralen Schaltzentrale (Foto: e.on)



Herr Scheuring sah sich aber gut vorbereiteten, sachkundigen Pfarrleuten konfrontiert, die den Ausstieg vom Ausstieg thematisierten. Er provozierte dies sogar selbst durch Zitierung des neuen EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider. Der hatte unmittelbar nach seiner Wahl den Atomkurs und den Castortransport nach Gorleben heftig kritisiert. Scheuring argumentierte dagegen: Derzeit befänden sich weltweit 441 KKWs in Betrieb und weitere 61 Blöcke im Bau. Warum sollte sich dann ausgerechnet Deutschland von der Atomkraft verabschieden?
In einer sehr lebendigen Abendgesprächsrunde brachte u.a. ein Pfarrer ethische Aspekte ein, etwa den, dass wir unseren Lebensstandard nicht auf Dauer halten und deshalb umdenken müssten. Statt immer mehr Energie zu verbrauchen, gelte es, beginnend im Privathaushalt, sie einzusparen.
Ein anderer Pfarrer appellierte an unser aller Verantwortung: Die Atomkraft sei lediglich eine Übergangstechnologie. Die Forschung nach erneuerbaren (regenerativen) Energieformen müsse dringend forciert werden, nachdem sie im letzten Jahrzehnt eher marginalisiert und seitens der Politik sogar unerwünscht gewesen sei. Scheuring konterte, dass mehr als die Hälfte der während der weiteren Laufzeit der KKWs erwirtschafteten Gewinne zu dieser Erforschung verwendet würde.
Nach dem neuerlichen Transport von Atommüll nach Gorleben und den noch vor Augen stehenden heftigen Demos drehte sich die Diskussion (natürlich) schließlich auch um die Endlagerproblematik. Der Behauptung Scheurings, die Entsorgungskosten seien bereits im Strompreis mit eingerechnet, widersprach eine Pfarrerin entschieden. Wie hoch die Folgekosten tatsächlich sein werden, lasse sich doch momentan gar nicht abschätzen. Gorleben sei ein Zwischenlager; ob es sich als Endlager eigne, stehe allenfalls in den Sternen.
So gab es am Ende zwar keine Allversöhnung, aber die unterschiedlichen Positionen wurden zumindest deutlich und gegenseitig respektiert. Immerhin bestand Konsens darin, dass sich alle bei der Besichtigung sehr sicher gefühlt hatten. Und Scheuring geriet wieder ins Schwärmen: „Deutsche Kernkraftwerke gehören eben zu den sichersten der Welt. Sie sparen so viel CO2 ein, wie der deutsche Straßenverkehr ausstößt, nämlich 1,8 Mrd. Tonnen...“ Aber da befanden sich die von der wirklich üppigen Brotzeit gestärkten Pfarrerinnen und Pfarrer schon auf dem Weg zum Parkplatz – nach immerhin fast fünfstündiger Führung und Aufklärung. Sie warten nun gespannt auf den schönen bunten Pressebericht in der KKW-Zeitschrift „einblick“.

 

   
Safety first: Herr Scheuring (l.) erläutert die Sicherheitsmaßnahmen (Foto: e.on             Gelöste Spannung nach der Besichtigung  (Foto: e.on)

 

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4.

"Eine irrsinnige Aufgabe"

 

Visitation der

Kirchengemeinde Bad Kissingen

durch Dekan Oliver Bruckmann

 

 

(Fotos: Bergler)

 

Stichwort "Visitation": Die bekannteste und wichtigste Visitation der Welt- und Kirchengeschichte fand bereits vor über 2000 Jahren statt - und zwar in Nazareth. Gemeint ist die visitatio Mariae, in etwas missverständlichem Luther-Deutsch: "die Heimsuchung Marias" durch den Engel Gabriel ("Ave Maria!") mit dem Resultat, dass Maria bald darauf schwanger wurde. Dekan Oliver Bruckmann suchte sich für seine erste Visitation Bad Kissingen aus: die sowohl von der Gemeindegliederzahl als auch von der Fläche her größte Kirchengemeinde seines Dekanates und damit auch eine der größten unserer Landeskirche. Visitation heißt für ihn: alle Sorgen, Nöte, Herausforderungen einer Gemeinde kennen lernen und ihr dann - insbesondere natürlich den dort Tätigen - Rat und Hilfestellungen geben.

 

 

Dekan Bruckmann mit Pfr. Jochen Wilde (r.):

"Visitator sum. Tu es visitatus!"

 

Bad Kissingen, 20.10.2010. Ein Tag im Leben des Dekans. So muss man eigentlich jeden seiner Arbeitstage betiteln. Doch gerade die acht Tage seiner offiziellen Visitation in Bad Kissingen (vom 17.10. bis 24.10.2010) waren recht lange Tage, weshalb er sogar einige Nächte in der Kurstadt verbrachte, die sicher recht kurz und ausgefüllt waren mit der Protokollierung seiner gesammelten Eindrücke und Erfahrungen aus den wahrgenommenen Terminen und Begegnungen.

Als Musterbeispiel sei Mi., der 20.10., herausgegriffen. Schon ganz früh - um 8.00 Uhr - war ein Treffen mit dem Bürgermeister im Außenort Bad Bocklet angesagt, direkt im Anschluss daran ein Besuch in der dortigen Rehaklinik, korrekt: dem Rehabilitations- und Präventionszentrum inkl. Parkhotel Bad Bocklet.

 

   
Gruppenbild im Markt Bad Bocket (v.l.): Pfr. Jochen Wilde, Dekan Oliver Bruckmann, Bürgermeister Wolfgang Back u. Pfr. Markus Vaupel Gruppenbild mit Dame (v.l.): der Dekan, Kur-/Reha-Seelsorgerin Pfrin. Claudia Weingärtler u. Rehaklinik-Geschäftsführer Harald Barlage (beide Fotos: Vaupel)

11.00 Uhr: Zurück in Bad Kissingen: Mitglieder des Stadtrates aus fast allen Fraktionen, ebenso Presseleute waren zum Empfang im Rathaus erschienen. OB Kay Blankenburg begrüßte sie und natürlich die KirchenvertreterInnen, an ihrer Spitze Dekan Oliver Bruckmann. Einer Laudatio gleich skizzierte Blankenburg, selbst KV-Mitglied in der evang. Erlöserkirchengemeinde, die "irrsinnige Aufgabe" einer Visitation, die sich der Dekan gestellt habe mit dem Ziel, das geistliche Leben am Ort, aber auch die Organisation und Struktur des Glaubenslebens zu fördern.

Für den Dekan ist es seine erste Visitation - und diese gleich in der mit 7500 Evangelischen größten aller 27 Kirchengemeinden seines Dekanates, zudem in dem bedeutenden und bekanntesten Kurort Deutschlands. In seiner Antwort lobte Bruckmann ausdrücklich den Bereich der Kur- und Rehaseelsorge sowie den der Kirchenmusik und das ausgesprochen gute Verhältnis zwischen Kommune und Kirche, die ja beide dasselbe Anliegen vertreten würden: für die Menschen da zu sein. 

So hat die Mainpost-Bad Kissingen vom 21.10.2010 über den Empfang berichtet unter der Überschrift:

Alter Bekannter auf Stippvisite im Rathaus

(st) Dekan Oliver Bruckmann ist jetzt auch in Bad Kissingen angekommen. Im Rahmen seiner Visitation (wir berichteten, s. u.) schaute der Chef des evangelischen Dekanatsbezirks Schweinfurt gemeinsam mit anderen Kirchenverantwortlichen bei Oberbürgermeister Kay Blankenburg vorbei.

Bei Weck und Wein im Trausaal wurde schnell klar: Die Chemie stimmt zwischen den beiden. Immerhin kennen sie sich schon länger, Blankenburg sitzt im Kirchenvorstand: „Wir treffen uns bei den Neujahrsempfängen in Schweinfurt“, sagte Bruckmann. Er bestätigte seinen „ersten guten Eindruck“ von der „mit 7500 Seelen größten Kirchengemeinde des Dekanats“. Das Feld sei bereitet, alle Aufgaben, die zum geistigen Leben dazugehörten, eingenommen.

Blankenburg sagte, die Beziehung Stadt und Kirche seien gut; er wünsche sich aber Impulse für die geistige Entwicklung in den Gemeinden: „Wir wissen, dass wir mit unserem Glauben richtig liegen. Jetzt müssen wir das Richtige an die Menschen bringen.“ Dabei ginge es aber nicht um Abwehrkämpfe gegen andere Religionen.

 

   
Wiedersehen im Treppenhaus: Dekan Oliver Bruckmann und Oberbürgermeister Kay Blankenburg          Der OB: "Willkommen in Bad Kissingen!"
   
Mitglieder des Stadtrates und Mitarbeiter des Dekanates lauschen der Rede des Bürgermeisters Hunger nach dem Empfang?: beim - nennen wir es mal - Arbeitsessen im Ratskeller (v.l.): Kantor Jörg Wöltche, Dekan Oliver Bruckmann, Pfr. Jochen Wilde, Pfr. Heiko Kuschel

13.00 Uhr: Gespräch im Kurviertel mit der Staatsbad Bad Kissingen GmbH, namentlich mit Kurdirektor Gunter Sauer und der Kulturveranstalterin Jutta Dieing. Beide hoben die hervorragende Zusammenarbeit sowohl mit der Erlöserkirchengemeinde als auch mit den Kur- und Reha-Seelsorgern Claudia Weingärtler und Wolfgang Ott hervor. Gemeinsame Veranstaltungen wie die "Osterklänge", Vorträge, hier besonders Lebenshilfe-Themen, aber auch Ausstellungen (erinnert sei an die nicht unumstrittene "Eros und die Gottesfrage" im Jahre 2008) werteten sie als Zeichen einer "starken Partnerschaft". Pfarrer und Kurseelsorger zeigen sogar auf der offiziellen Webseite des Staatesbades Präsenz und haben im Arkadenbau des Kurhauses ein eigenes Gesprächszimmer (Menzelzimmer). Sorgen des Dekans, dass aufgrund der Schließung des Steigenberger-Hotels, des besten Hauses am Ort, die Übernachtungszahlen drastisch zurückgehen würden und dadurch das Stellenkontingent für Tourismussseelsorge reduziert werden müsste, räumte Sauer aus:  Die "Klinikfizierung" durch Umbau etlicher Häuser zu Reha-Einrichtungen würde sogar die Übernachtungszahlen ansteigen lassen. Abschließend wünschte sich Frau Dieing mehr Ökumene, was Gottesdienste zu wichtigen Staatsbad-Anlässen und -Jubiläen anbelange.

 

 

Gedankenaustausch in lockerer Runde (v.r.):

Pfrin. Claudia Weingärtler, Dekan Bruckmann, Jutta Dieing und Gunter Sauer (Staatsbad GmbH) sowie Pfr. Jochen Wilde

14.30 Uhr: Ins Gemeindehaus der Erlöserkirche waren neben einigen Schulleitungen alle staatlichen und kirchlichen Lehrkräfte, die in Bad Kissingen und den dazugehörigen Außenorten Religionsunterricht erteilen, eingeladen; fünfzehn hatten sich eingefunden. Immerhin werden, wie der Dekanatsschulbeauftragte, Pfr. Heiko Kuschel, profund ausführte, im Dekanat pro Woche 537 Stunden Religionsunterricht erteilt, davon 89 Std. im Bereich Bad Kissingen. Der Dekan bedankte sich für diese "Fronttätigkeit". Gerade in der Schule treffe man auf Lebensfragen und Erfahrungen junger Menschen. Doch wo drücke den Lehrern der Schuh? An Problemen wurden ihm u.a. genannt: große jahrgangsübergreifende Gruppen, die zum Teil defizitäre Raumsituation, zunehmende Säkularisierung des Unterrichtes durch der Kirche fern stehende Lehrkräfte und der Wunsch nach stärkerer Beteiligung der Ortsgeistlichen an Schulgottesdiensten.

 

   
Dekanatsschulbeauftragter Heiko Kuschel (l.) ermutigte die Lehrkräfte: "Be a hero, be a teacher!" Dekan Bruckmann zusammen mit Schulamtsdirektor Josef Hammerl und Rudolf Hoffmann/Schulleiter der Staatl. Berufsschule Bad Kissingen

16.30 Uhr: Gleiches Thema - diesmal jedoch in kleiner Runde weiter vertieft im Staatlichen Schulamt des Landkreises Bad Kissingen im Außenort Hausen: Schulamtsdirektor Josef Hammerl und Schulentwicklungsberater Studienrat Rupert Kestler legten dem Dekan die Schwierigkeiten dar, evangelischen Religionsunterricht in der Diaspora zu halten und eine alle zufrieden stellende Verteilung des Unterrichtes zu ermöglichen; so seien im Markt Burkardroth nur fünf Prozent der SchülerInnen evangelisch. Auch über den Dienst von sog. "Springern" und den fast unmöglichen Einsatz von Lehramtsanwärtern/innen für das Fach Evangelische Religion im Raum Bad Kissingen wurde diskutiert. Immerhin eine Sorge hat man dort nicht, wie es Direktor Hammerl auf den Punkt brachte: "Der Islam gehört zwar zu Deutschland, aber nicht zu Bad Kissingen."

 

Wieder Anflug eines Arbeitsessens:

Der Dekan (Mitte) im Landkreisschulamt; links: SR Rupert Kestler, rechts: Schulamtsdirektor Josef Hammerl

 

19.00 Uhr: Sitzung des Dekans mit dem Kirchenvorstand der Erlöserkirche sowie mit Haupt- und Ehrenamtlichen der Gemeinde. Wann sie und ob sie überhaupt noch an jenem Mittwoch endete, entzog sich der Kenntnis des Webmasters. Schließlich musste er auch mal schlafen gehen.

Was es noch von der Visitation mitzuteilen gibt, finden Sie im Bericht über die Herbstsynode des Dekanates, die ebenfalls in jener Woche in Bad Kissingen tagte. Vielleicht stimmt ja der Befund des Dekans mit dem des Apostels Paulus über die Gemeinde von Thessalonich überein: "Liebe Brüder (und Schwestern), wir wissen, dass ihr erwählt seid ... und ein Vorbild geworden allen Gläubigen in Mazedonien und Achaja" (1. Thess 1,4.7).

Lesen Sie auch das Resümee in der Bad Kissinger Presse!

   

Zu guter Letzt: Begegnung mit dem Ersten Bürgermeister von Markt Burkardroth Waldemar Bug (Mitte)     (beide Fotos: Markus Vaupel)

Konsultation mit Leitungen und Pflegekräften aus 14 Seniorenheimen; links außen: Barbara Mayerhofer/Geschäftsbereich Stationäre Altenhilfe

 

Weiteres zur Visitation aus der Presse zitiert:

Bad Kissingen (far). Der evangelischen Kirchengemeinde Bad Kissingen steht ein wichtiger Besuch ins Haus. Dekan Oliver Bruckmann aus Schweinfurt kommt vom 17. bis 24. Oktober zur Visitation.

„Es wird eine intensive, aber auch höchst interessante Woche“, ist sich Pfarrer Jochen Wilde sicher. Der Pfarramtsführer der evangelischen Erlöser-Kirchengemeinde beschreibt in einer Pressemitteilung zudem, welchen Sinn eine Visitation laut Kirchengemeindeordnung hat. Sie solle „dazu verhelfen, das geistliche Leben der besuchten Gemeinde zu fördern, sowie die Pfarrer und Mitarbeitenden zu beraten und zu stärken“.

Wilde erwartet Impulse

Wilde verspricht sich zudem Impulse für die zukünftige Gemeindeentwicklung: „Wir stellen heute die Weichen, wie Kirche und Gemeinde morgen aussehen werden. Wir müssen uns als Gemeindeleitung darüber im Klaren sein, welche Prioritäten wir setzen wollen und wie wir die finanziellen und personellen Ressourcen nachhaltig einsetzen.“

Die Visitation beginnt am Sonntag, 17. Oktober, mit dem Gottesdienst um 9.30 Uhr in der Erlöserkirche. Dem schließt sich eine Gemeindeversammlung im Gemeindehaus an der Salinenstraße an, bei der jeder Gelegenheit hat, seine Wünsche und Anregungen an die Kirchenleitung vor Ort weiterzugeben.

In den darauf folgenden Tagen soll sich der Dekan ein möglichst umfassendes Bild der Gemeinde machen. Es finden Gespräche mit den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern statt. Zwei Schulbesuche stehen auf dem Programm sowie ein Treffen mit allen Lehrkräften, die evangelischen Religionsunterricht erteilen.

Da sich das Gebiet der Kirchengemeinde über rund 500 Quadratkilometer erstrecke, so Wilde weiter, seien auch Bad Bocklet und Burkardroth Bestandteil der Visitation. Die Jugendarbeit – in Stadt und Kirchengemeinde gleichermaßen – solle begutachtet werden, ebenso die diakonische Arbeit in Senioren- und Pflegeheimen. Ein Anliegen sei auch die Begegnung mit Bürgermeistern aus dem Landkreis und Verantwortlichen der Staatsbad GmbH. Das Elisabeth-Krankenhaus stehe ebenso auf dem Programm wie der Besuch einer Reha-Einrichtung. Auch die Ökumene dürfe im Wochenplan nicht fehlen: Am Freitagabend treffen sich die Vertreter der beiden Konfessionen zum Gedankenaustausch.

Dekanatssynode

Am Samstag, 23. Oktober, trifft sich die Dekanatssynode in Bad Kissingen. Dabei stehen nicht nur Haushalts- und Landesstellenplan auf der Tagesordnung; die Synodalen sollen eingestimmt werden auf den evangelischen Dekanatskirchentag, der am 28. und 29. Mai 2011 in der Kurstadt geplant ist.

Den Abschluss der Woche bildet ein Gottesdienst am 24. Oktober (9.30 Uhr), dem sich ein Auswertungsgespräch mit dem Kirchenvorstand anschließt.

(aus: Mainpost - Lkr. Bad Kissingen vom 13.10.2010)

 

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5.  Schweinfurt war schon wieder bunt

 

   

Das Transparent wirkte immer noch druckfrisch: Kirchenvertreter, u.a. Pfr. Martin Schewe, Pfrin. Gisela Bruckmann und Pfrin. Christiane Müller, bekannten Farbe.

"Unsere" Gruppe, inzwischen umgeben von anderen Gegendemonstranten und zwangsgestoppt

Schweinfurt, 9. Oktober 2010. Wie oft dasselbe Spiel wohl noch gespielt wird? Die Stadt verbietet den Aufmarsch, aber das Verwaltungsgericht Würburg hebt einen Tag später das Verbot auf. Äußerst kurzfristig hatten diesmal Neonazis wieder eine Demo in Schweinfurt angemeldet; ihr Motto: "Besatzer raus! Wir zahlen nicht für eure Kriege." Innerhalb von zwei Tagen ließ sich daher keine Gegenveranstaltung organisieren.

Die Erinnerungen an den 1. Mai sind noch sehr farbig und lebendig. Rund 10.000 Bürger waren mit dem Slogan "Schweinfurt ist bunt - nicht braun" gegen ca. 800 Rechtsradikale auf die Straße gegangen. Diesem Aktionsbündnis für Demokratie und Toleranz, organisiert vom DGB, hatten sich damals auch die beiden großen Kirchen angeschlossen; Dekan Oliver Bruckmann sprach sogar auf der zentralen Kundgebung (s. den Bericht: Aktuell 2010/I, Nr. 4).

Immerhin kamen auch diesmal spontan einige Pfarrerinnen und Pfarrer zusammen und zogen zusammen mit anderen Gruppen - darunter dem DGB, Ver.di, Jusos der SPD und IGM-Jugend - zum vorgesehenen Aufmarschort der Neonazis am Schuttberg. Die Polizei, wieder in großer Besatzung angerückt, spielte auf Zeit und Deeskalation, so dass sich die gegnerischen Gruppen, von wenigen Sichtkontakten abgesehen, nicht nahe kamen.

 

Hier Auszüge aus dem Bericht im Schweinfurter Tagblatt (Text: Körblein) vom 11. Okt.:

Neonazis ziehen ohne Kundgebung ab

Mit einem großen Aufgebot ist es der Polizei am Samstag gelungen, rund 100 Demonstranten aus dem extremen rechten Lager und schätzungsweise 200 Menschen, die „spontan“ zusammengekommen waren, voneinander zu trennen, so dass es zu keinen nennenswerten Auseinandersetzungen kam.

Die vom „Freien Netz Süd“ angekündigte Kundgebung unter dem Motto „Besatzer raus“ fand nicht statt. Die Polizei hatte die Demonstranten zunächst am Schuttberg hinter Abstellgitter konzentriert. Gegendemonstranten, darunter Vertreter von SPD, Die Linke, der Kirchen und Gewerkschaften, hatten sich in einem Lokal in der Nähe getroffen und waren dann durch die Ignaz-Schön-Straße Richtung Schuttberg marschiert. Dort blockierten sie die geplante Marschroute der Rechten [...]

Die Polizei ließ die Straße sperren und schob zwischen die beiden sich beschimpfenden Gruppen Absperrgitter, Einsatzfahrzeuge und Einsatzkräfte. [...] Die Polizei verhandelte mit den rechten Demonstranten, die darauf bestanden, durch ein Wohngebiet zu marschieren. Nach mehreren Runden einigte man sich auf einen Abzug in Richtung Hauptbahnhof. Durch starke Polizeikräfte geschützt setzte sich der Zug schließlich in Bewegung. In der Hauptbahnhofstraße kam es zu Stockungen. Dabei flogen auch einige Steine. Mehrere Jugendliche aus den Reihen der Gegendemonstranten wurden festgenommen. Kurz nach 17 Uhr löste Versammlungsleiterin Ruf die Demonstration auf. Die Demonstranten aus dem rechten Lager wurden „zu ihrem eigenen Schutz“ von der Polizei zum Bahnhof beziehungsweise zu ihren Fahrzeugen gebracht.

 

 

Schweinfurt war mehr grün als bunt:

Das Polizeiaufgebot dürfte die Zahl der Demonstrierenden sogar übertroffen haben. 

(Fotos: Bergler)

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6.  Sprachberatung für Kindertagesstätten

Das evangelische Dekanat ist vorbildlich bei der Teilnahme an der Qualifizierungsmaßnahme "Sprachberatung" für Kindertagesstätten des Bayerischen Staatsministeriums.

Auf dem Foto sehen Sie die Leitungen der evangelischen Kitas im Dekanat Schweinfurt mit Frau Leclaire (Fachberatung) und Monika Hofmann (Sprachberatung), beide Evang. KITA-Verband Bayern e.V.  Übrigens: Die "Sprach-Schatzkisten" auf dem Foto wurden bei der Leiterinnenkonferenz in Niederwerrn mit lieben Grüßen von Dekan Bruckmann überreicht.

Teilnahme 1. Phase (bis Juni 2010):
Evang. Sinnberg-Kindergarten Bad Kissingen
Evang. KiTa "Villa Kunterbunt" Gochsheim
Evang.-Luth. Kindergarten St. Salvator
Evang. Kindertagesstätte St. Lukas
Evang.-Luth. Kindergarten Dreieinigkeit

Teilnahme 2. Phase (ab Juli 2010):
Evang. Sinnberg-Kindergarten Bad Kissingen
Evang. Kindertagesstätte Schwebheim
Evang. Kindergarten "Sonnenschein" Poppenlauer
Evang. Kindertagesstätte Maßbach
Evang. Kindergarten Gustav-Adolf
Evang. Kindergarten Christuskirche
Evang. Kindergarten St. Johannis
Evang. Kindergarten und Kinderkrippe Gut Deutschhof
Evang. Montessori Kindergarten "Katharina-Gundrum-Haus"
Evang. Naturkindergarten Zell

Ich finde es einfach toll, dass diese Kitas sich "über die Schulter schauen" lassen und ihre Arbeit reflektieren, obwohl der Kindergartenalltag an sich schon viele Herausforderungen hat! Die Teams dieser Kindergärten sind bereit, sich dem Thema "Sprache als Schlüsselqualifikation" zu stellen. Sie haben erkannt, dass es nicht nur um den Erwerb der deutschen Sprache und die zunehmenden Auffälligkeiten beim Spracherwerb geht, sondern dass insgesamt Sprechfreude und Sprachkompetenz für das ganze Leben (nicht nur für die Schule) wichtig sind. Entscheidende Weichenstellungen finden in den ersten Lebensjahren statt. Elternhaus und Kindertagesstätten sind hier zu einer Bildungs- und Erziehungspartnerschaft aufgerufen.
Darum widmen die Teams über 100 Stunden dieser Fortbildungsmaßnahme.

Text u. Foto: Monika Hofmann