Nachrichten für Dekanat

Zwei Frauen vertreten Schweinfurt in Bayern

Bei den Wahlen zur Landessynode wurden Renate Käser und Pfarrerin Corinna Bandorf gewählt.

Bild des Benutzers Heiko Kuschel

Gut ein Jahr nach den Kirchenvorstandwahlen wurden nun auch die Mitglieder der neuen Landessynode gewählt, des "Kirchenparlaments", das Geschicke der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern in den nächsten sechs Jahren bestimen wird. Das vorläufig festgestellte Wahlergebnis zeigt mehrere deutliche Trends: Zwei Drittel der Synodalinnen und Synodalen sind neu im Amt, die Synode ist insgesamt jünger und der Frauenanteil ist deutlich angestiegen: Unter den gewählten 60 Nichtordinierten, 19 Pfarrerinnnen und Pfarrern, sowie 10 Dekaninnen und Dekanen liegt der Anteil der Frauen bei 56,2 Prozent. Bei der letzten Wahl vor sechs Jahren lag der Anteil bei 40,4, im Jahr 2007 waren es 38,0 Prozent. Leichte Verschiebungen der Zahlen werden sich noch durch die Berufung von 13 weiteren Mitgliedern ergeben.

Für den Dekanatsbezirk Schweinfurt verlässlich und engagiert wieder dabei ist die langjährige Landessynodalin Renate Käser aus Euerbach. Die Diplom-Religionspädagogin (FH) war zuletzt Mitglied im Landessynodalausschuss und damit in einem der vier kirchenleitenden Organe unserer Landeskirche, das die Geschäfte der Synode zwischen den Tagungen führt.

Pfarrerin Corinna Bandorf, seit 2017 in Obbach, wurde neu in die Landessynode gewählt. 

#NeustartKlima: ökumenische Andacht zur Bewahrung der Schöpfung am Klima-Aktionstag, 29.11.

um „fünf vor zwölf“ in St. Johannis Schweinfurt - Glockenläuten auch in anderen Gemeinden

Bild des Benutzers Heiko Kuschel

Evangelisch-Lutherisches Dekanat und Katholische Stadtkirche Schweinfurt laden anlässlich des weltweiten Klima-Aktionstags wieder ein zu einer ökumenischen Andacht zur Bewahrung der Schöpfung am Freitag, 29.11., um 11:55 in St. Johannis Schweinfurt. In mehreren Gemeinden des Dekanats werden deshalb um diese Uhrzeit die Kirchenglocken läuten, um zu dieser Andacht einzuladen und auf den Klimanotstand hinzuweisen.

Zum vierten Mal rufen die Jugendlichen von Fridays for Future weltweit dazu auf, für konsequentere Maßnahmen zur Abwendung der drohenden Klimakatastrophe auf die Straßen zu gehen. Unter dem Titel „NeustartKlima“ fordern sie mit ihrem Globalen Klimastreik einen Neubeginn in der verfahrenen und halbherzigen Klimapolitik.

Die Bewahrung der Schöpfung ist für die Kirchen schon seit Jahrzehnten ein zentrales Anliegen. Auch nach der biblischen Schöpfungserzählung hat Gott die Menschen beauftragt, die Erde zu „bebauen und bewahren“. Davon sind wir derzeit weit entfernt. Darum hat sich auch das Evangelisch-Lutherische Dekanat Schweinfurt bereits im März mit einer Erklärung hinter die Forderungen der Jugendlichen gestellt. (www.schweinfurt-evangelisch.de/churchforfuture)

„Nicht du trägst die Wurzel; die Wurzel trägt dich!“

Am 9. November erinnerte das Dekanat mit einem Gedenkgottesdienst an die Novemberpogrome vor 81 Jahren.

Bild des Benutzers Heiko Kuschel

Jedes Jahr lädt das Evangelisch-Lutherische Dekanat zu einem Gedenkgottesdienst am 9. November ein. 81 Jahre, nachdem die Nationalsozialisten in ganz Deutschland über 1000 Synagogen zerstören ließen – auch die in Schweinfurt – erinnerte Dekan Oliver Bruckmann in seiner Begrüßung daran, dass in der sogenannten „Reichskristallnacht“ eben nicht nur Fenster zerbrachen, sondern Millionen Menschenleben zerbrochen wurden – mit Folgen für die Menschen und ihre Nachkommen bis heute.

Reformationstag - auch für die Kleinen

Seit Jahren feiern die Kinder ihren eigenen Reformationsgottesdienst am 31.10.

Bild des Benutzers Stefan Stauch

Der Reformationstag hat für die Evang.-Luth. Christen im Dekanat Schweinfurt nach wie vor eine besondere Bedeutung. Dies zeigt sich am ungebrochen starken Besuch des zentralen Reformationsfestgottesdienstes am Abend des 31. Oktobers in der Sankt Johanniskirche von Schweinfurt, in dem meist eine bekannte Persönlichkeit die Predigt hält. Fast unbemerkt von der großen Öffentlichkeit – aber nicht weniger wichtig - findet seit Jahren am Reformationstag um 10 Uhr in der Früh ein zentraler Gottesdienst für die Kinder der evangelischen Kindertagesstätten im Dekanat statt.

Pfarrer Stefan Stauch aus Sennfeld, der der Dekanatsbeauftragte für die Kindertagesstätten im Dekanat ist, freute sich in diesem Jahr rund 270 Kinder - meist im Vorschulalter - begrüßen zu dürfen, die mit ihren Begleiterinnen und Begleitern aus folgenden Einrichtungen in die Johanniskirche strömten: Christuskirche, Gustav Adolf, Gut Deutschhof, Sankt Johannis, Sankt Lukas, Sankt Salvator, Hort Mitte und Hort Aue, Niederwerrn, Schlosskita in Schwebheim und Zell.

Hunger nach Gerechtigkeit

Der Festgottesdienst zum Reformationstag stand ganz im Zeichen der Diakonie – und des Gospels

Bild des Benutzers Heiko Kuschel

„Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.“ Unter dieses Wort aus den Seligpreisungen Jesu hatte Michael Bammessel, der Präsident des Diakonischen Werkes Bayern, seine Festpredigt in Schweinfurt gestellt. In der bis auf den letzten Platz gefüllten St. Johanniskirche erinnerte er an seinen letzten Besuch zur Eröffnung der ersten Vesperkirche Bayerns vor knapp fünf Jahren. „Diakonie ist da, wo gegessen wird. Diakonie ist aber auch da, wo Menschen hungern.“

Menschen hungerten nicht nur nach Essen, sondern besonders auch nach Gerechtigkeit, so Bammessel. Und Gerechtigkeit, das sei in der Bibel weit mehr als die blinde Justitia, die ohne Ansehen der Person das Recht durchsetze. Es sei eine Gerechtigkeit, die weit darüber hinausgehe: Gott ist nicht blind. Er sieht den Menschen an: Den Elenden und Verzweifelten. Biblische Gerechtigkeit hat den Klang von Heil, Zuversicht und Hilfe. 

„…aus dem biblischen Gottesvolk Israel hervorgegangen…“ - Was Juden und Christen gemeinsam ist.

Gedenkgottesdienst zu den Novemberpogromen: Sa, 9.11.2019, 19 Uhr, St. Johannis Schweinfurt

„… aus dem biblischen Gottesvolk Israel hervorgegangen …“ - Was Juden und Christen gemeinsam ist.

Unter diesem Titel lädt das Evangelische Dekanat Schweinfurt wie in den vergangenen Jahren ein in die St. Johanniskirche  zum Gedenken an die Novemberpogrome vom 9. November 1938.  Auch in Schweinfurt wurde die Synagoge an diesem Tag verwüstet; im Zweiten Weltkrieg wurde sie endgültig zerstört.

Gerade in einer Zeit, in der Antisemitismus und Rassismus derart auf dem Vormarsch sind, hält Dekan Oliver Bruckmann Gedenkgottesdienste wie diesen für unerlässlich. 

Die Predigt hält Prof. Dr. Helmut Utzschneider (Neuendettelsau).  Er ist emeritierter Professor für Altes Testament an der Augustana Hochschule in Neuendettelsau.  Prof. Dr. Helmut Utzschneider hat maßgeblich an der Verfassung mitgearbeitet, in der sich die Evangelische Kirche explizit zu Israel bekennt. 
 
Die Liturgie leitet Dekan Oliver Bruckmann. Die Orgel spielt Kirchenmusikdirektorin Andrea Balzer. 

„Sorgende Gemeinschaften – die Zukunft der kirchlichen Altersarbeit?“

Auf ihrer Herbsttagung beschäftigte sich die Dekanatssynode mit neuen Perspektiven in der Arbeit mit älteren Menschen.

Bild des Benutzers Heiko Kuschel

„Sorgende Gemeinschaften – die Zukunft der kirchlichen Altersarbeit?“

Unter dieser Überschrift kam die Synode – das „Kirchenparlament“ - des evangelisch-lutherischen Dekanatsbezirks zu ihrer Herbsttagung zusammen. Der thematische Schwerpunkt war klar: Es sollte um die Arbeit mit älteren Menschen gehen.

Dazu hatte das Vorbereitungsteam Martina Jakubek, Referentin für Alters- und Generationenarbeit im Nürnberger Amt für Gemeindedienst eingeladen. Sie nahm in ihrem Grundsatzreferat die gesamte Altersspanne in den Blick: Von den sehr alten, oft traditionell geprägten Menschen über die „68er“, die heute auch schon im Ruhestand sind, aber sehr differenzierte Vorstellungen von ihrer Lebensgestaltung haben, bis hin zur jüngsten Generation, die geprägt ist von vielen Optionen und einer gewissen Überforderung, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Neue Telefonnummern für Dekanat und Pfarramt St. Johannis

Bitte beachten Sie die neuen Telefonnummern für das Evang.-Luth. Dekanat Schweinfurt und das Pfarramt St. Johannis/St. Salvator:

Dekanat:
Tel. 09721-533152-20 (Johanna Brembs)
Fax: 09721-533152-29
 

St. Johannis/St. Salvator:

Tel. 09721-533152-10 (Tanja Leisentritt)  
Fax: 09721-533152-19

Kirchenmusik:

Tel. 09721-533152-11 (Andrea Balzer)  
 

Festgottesdienst zum Reformationstag in St. Johannis Schweinfurt, 31.10.2019, 19 Uhr

mit Michael Bammessel und Gospelchor PraiSing: „Hunger nach Gerechtigkeit“

Bild des Benutzers Heiko Kuschel

Seit vielen Jahren ist der zentrale Reformationsgottesdienst in der St. Johanniskirche ein fester Programmpunkt. Auch in diesem Jahr ist es gelungen, einen besonderen Prediger zu gewinnen: Michael Bammessel, der Präsident des Diakonischen Werkes Bayern, wird die Festpredigt halten.

„Hunger nach Gerechtigkeit“ ist der Gottesdienst überschrieben in Anlehnung an die bekannte Seligpreisung Jesu aus der Bergpredigt: „Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.“

Für das Diakonische Werk ist Gerechtigkeit eine zentrale Aufgabe: Benachteiligte, Arme, Kranke, Menschen auf der Flucht und viele mehr sollen Teil haben an der Gerechtigkeit, die für alle gilt. Michael Bammessel wird dazu sicher einiges zu berichten haben.

Die musikalische Umrahmung übernimmt Kirchenmusikdirektor Jörg Wöltche mit mit dem Gospelchor PraiSing aus Bad Kissingen.

Im Anschluss findet ein Stehempfang statt. Auch hierzu sind alle Gottesdienstbesucherinnen und -besucher herzlich eingeladen.

Abschied einer Institution

Gleich drei Personen folgen Renate Käser als Dekanatsbeauftragte für Mission, Partnerschaft und Entwicklungsdienst nach.

Bild des Benutzers Heiko Kuschel

„Sie sind eine Instution!“ Dekan Oliver Bruckmann verabschiedete sich mit warmen Worten von Renate Käser, die sich nach fast genau 20 Jahren aus dieser Beauftragung zurückzog. Schon bei der Vorbereitung zu seiner eigenen Bewerbung als Dekan habe er von ihr gelesen. Die Religionspädagogin habe Unterrichtsmodelle zum Thema entworfen und war gemeinsam mit der bisherigen Dekanatsmissionspfarrerin Christhild Grafe ein „starkes Gespann“. „Ihnen gilt unsere große Anerkennung und unser ganzer Dank für das viele in den 20 Jahren.“

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